Strabag wächst kräftig – Rekordumsatz und innovative Großprojekte im ersten Halbjahr 2025
Meinolf BarkholzStrabag wächst kräftig – Rekordumsatz und innovative Großprojekte im ersten Halbjahr 2025
Strabag, Deutschlands größtes Bauunternehmen, verzeichnet im ersten Halbjahr 2025 kräftiges Wachstum. Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 8,9 Milliarden Euro, während sich der Auftragsbestand auf 28,4 Milliarden Euro belief – ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vorstandsvorsitzender Stefan Kratochwill betonte die zentrale Rolle der Infrastruktur für wirtschaftlichen Fortschritt und die Schaffung von Arbeitsplätzen.
Besonders stark wuchs Strabag in Polen, Tschechien und Deutschland, wo die etablierten Märkte überzeugten. In Großbritannien ging der Umsatz aufgrund des Abschlusses großer Projekte zurück, doch neue Aufträge befinden sich bereits in der Pipeline. In Österreich bleibt das Unternehmen mit einem Marktanteil von fünf Prozent führend, in Deutschland hält es zwei Prozent.
Im Juni 2025 vollendete Strabag ein technisches Meisterwerk: die Verschiebung der 40.000 Tonnen schweren Talbrücke der A45 in Rinsdorf um 20 Meter. Zudem baut das Unternehmen sein Engagement im sozialen Wohnungsbau weiter aus – gestützt auf über 70 Jahre Erfahrung. Statt sich ausschließlich auf Neubauten zu konzentrieren, stärkt es durch die Übernahme von Lederer-Bau seine bestehenden Projekte.
Kratochwill, der im Februar 2025 die Geschäftsführung übernahm, setzt sich seit Langem für Infrastrukturinvestitionen ein. Der Absolvent des Maschinenbaus an der Technischen Universität Wien begann seine Karriere 2003 als Trainee bei Strabag. Bei einem jüngsten Treffen mit Wirtschaftsjournalisten bezeichnete er Infrastruktur als das "Lebenselixier moderner Volkswirtschaften" und als entscheidenden Entwicklungstreiber.
Mit jährlichen Investitionen von über 20 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung hebt sich Strabag in puncto Großinnovation hervor. Gleichzeitig plant Österreich für 2025 Ausgaben von 9,9 Milliarden Euro für Bundesinfrastruktur – etwa zwei Prozent der Wirtschaftsleistung –, was sich mit Strabags Fokus auf langfristige Wirtschaftswirkung deckt.
Die aktuellen Zahlen spiegeln eine stetige Expansion wider, insbesondere in Mitteleuropa. Mit einem wachsenden Auftragsbestand, kontinuierlichen Investitionen in Technologie und Wohnungsbau positioniert sich das Unternehmen für weiteres Wachstum. Öffentliche wie private Infrastrukturprojekte bleiben Kern seiner Strategie und seines wirtschaftlichen Beitrags.






