29 June 2026, 10:27

Strompreise erstmals 2024 im Minus – dank Sonnenbrise und Windkraft

Erstmals negative Netto-Strompreise für Endkunden

Strompreise erstmals 2024 im Minus – dank Sonnenbrise und Windkraft

Strompreise für deutsche Kunden mit dynamischen Tarifen erstmals 2024 im Minus

Am Sonntag fielen die Strompreise für deutsche Verbraucher mit dynamischen Tarifen erstmals in diesem Jahr unter null. Eine Kombination aus starkem Wind und Sonnenschein – auch als „Sonnenbrise“ bekannt – trieb die Großhandelspreise auf noch nie dagewesene Tiefststände.

Die Großhandelspreise rutschten bereits um 9 Uhr in den negativen Bereich und blieben bis 17 Uhr unter null. Den Tiefpunkt erreichte der Markt zwischen 13 und 14 Uhr, als die Preise auf -250,32 Euro pro Megawattstunde bzw. -25,03 Cent pro Kilowattstunde sanken.

Die Nettopreise für Endkunden variierten je nach Region aufgrund unterschiedlicher Netzentgelte. In Gebieten mit geringeren Gebühren zahlten Tibber-Kunden zeitweise nur noch -12 Cent pro Kilowattstunde. Besonders extrem war die Situation im Kölner Raum, wo der Nettopreis am Nachmittag auf -8,6 Cent pro Kilowattstunde fiel. Andernorts lagen die Preise zwischen 4,9 und 11,6 Cent pro Kilowattstunde.

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Später am Tag stiegen die dynamischen Tarife jedoch rasant an. Zwischen 20 und 21 Uhr kletterte der Tibber-Preis auf bis zu 36 Cent pro Kilowattstunde – den höchsten Wert des Tages.

Negative Großhandelspreise sind inzwischen kein Einzelfall mehr. 2023 traten sie an 457 Stunden auf, und Experten erwarten auch in diesem Jahr ein ähnliches Muster, bedingt durch die mangelnde Flexibilität des Marktes. Merlin Lauenburg, Deutschland-Chef von Tibber, forderte die neue Bundesregierung auf, den Ausbau intelligenter Stromzähler zu beschleunigen, damit mehr Haushalte von solchen Preisschwankungen profitieren können.

Quelle