Tagebau Garzweiler nimmt nach Skandal um illegale Ablagerungen Arbeit wieder auf
Gaby WernerWiederaufnahme der Abfallentsorgung im Tagebau Garzweiler genehmigt - Tagebau Garzweiler nimmt nach Skandal um illegale Ablagerungen Arbeit wieder auf
Im Tagebau Garzweiler sind die Arbeiten nach monatelanger Pause wieder aufgenommen worden. Die Unterbrechung war erfolgt, nachdem der Verdacht auf illegale Ablagerung von belastetem Erdreich auf dem Gelände aufgekommen war. Die Behörden haben nun die Wiederaufnahme der Verfüllungsarbeiten genehmigt.
Die Bezirksregierung Arnsberg gab grünes Licht für die Fortsetzung der Arbeiten. Diese Entscheidung fiel, nachdem Gutachten keine klaren Beweise für die Entsorgung externer Abfälle im Tagebau erbracht hatten. Zwar wurden geringfügige Bodenverunreinigungen festgestellt, doch kamen die Ermittler zu dem Schluss, dass davon nur ein geringes Risiko ausgeht.
Ein neues Grundwassermonitoringsystem soll künftig mögliche Kontaminationen frühzeitig erkennen. Aufgrund der enormen Größe des Tagebaus ist es jedoch unwahrscheinlich, dass zufällige Stichproben ohne genaue Angaben zu Ablagerungsorten illegale Entsorgungen aufdecken. Weitere Maßnahmen sind vorerst nicht geplant, es sei denn, die laufenden strafrechtlichen Ermittlungen fördern neue Beweise zutage.
Die Zentrale Sonderstaatsanwaltschaft für Umweltkriminalität in Dortmund bleibt in den Fall eingebunden. Die Ermittlungen laufen weiter, doch wurden bisher keine zusätzlichen Schritte angeordnet.
Die Verfüllungsarbeiten in Garzweiler wurden unter strenger Beobachtung wiederaufgenommen. Das Monitoringsystem soll künftig unentdeckte Verunreinigungen verhindern. Vorerst sind keine weiteren Unterbrechungen zu erwarten – es sei denn, die Staatsanwaltschaft identifiziert konkrete Ablagerungsstellen.






