13 April 2026, 08:32

Thyssenkrupp Steel setzt bis 2030 auf CEO Marie Jaroni – trotz Krisen und Stellenabbau

Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt, Deutschland, ein großes mehrfenstriges Gebäude umgeben von städtischer Infrastruktur und Grünflächen unter einem bewölkten Himmel.

Deutschlands größtes Stahlunternehmen hat erstmals eine Frau an der Spitze - Thyssenkrupp Steel setzt bis 2030 auf CEO Marie Jaroni – trotz Krisen und Stellenabbau

Thyssenkrupp Steel Europe verlängert Vertrag von CEO Marie Jaroni bis 2030

Die Thyssenkrupp Steel Europe hat den Vertrag von Vorstandsvorsitzender Marie Jaroni bis 2030 verlängert. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der das Unternehmen mit den Herausforderungen einer schwachen globalen Konjunktur und niedrigen Stahlpreisen konfrontiert ist. Jaroni, die erste Frau an der Spitze des Konzerns, leitete zuvor die Bereiche Vertrieb und Transformation.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Jaroni übernahm die Führung in einer kritischen Phase für den Stahlhersteller, der rund 27.000 Beschäftigte zählt. Sie spielte eine zentrale Rolle bei den Verhandlungen über ein Restrukturierungspaket, das die Zukunft des Unternehmens sichern soll. Laut Plan soll die Belegschaft bis 2030 auf etwa 16.000 Mitarbeiter schrumpfen.

Ihre Führung findet Rückhalt bei wichtigen Akteuren. Ilse Henne, Vorsitzende des Aufsichtsrats, lobte Jaronis Engagement und ihre entschlossene Führung. Auch Knut Giesler von der IG Metall unterstützte ihre erneute Bestellung.

Unterdessen führt Thyssenkrupp Gespräche mit dem indischen Hersteller Jindal Steel über einen möglichen Verkauf der Stahlsparte. Die Verhandlungen spiegeln die anhaltenden Bemühungen wider, sich an den Marktdruck anzupassen und die Geschäftsstrukturen neu auszurichten.

Mit dem verlängerten Vertrag bleibt Jaroni bis zum Ende des Jahrzehnts an der Unternehmensspitze. Ihre Rolle wird entscheidend sein, während das Unternehmen Stellen abbaut und strategische Optionen prüft. Das Ergebnis der Gespräche mit Jindal Steel könnte die weitere Ausrichtung von Thyssenkrupp in den kommenden Jahren maßgeblich beeinflussen.

Quelle