TwinKomplex: Wo KI, Storytelling und Spiel aufeinandertreffen
TwinKomplex: Ein neues digitales Erlebnis zwischen Storytelling, Spiel und KI-Interaktion
Seit November 2022 läuft mit TwinKomplex ein ungewöhnliches Online-Projekt auf Englisch und Deutsch. Entwickelt vom Philosophen Dr. Martin Burckhardt, verbindet es Elemente des Erzählens, des Spiels und der Interaktivität – doch die Macher betonen: Es sei „kein Buch, kein Film, kein Spiel“.
Die Handlung spielt im fiktiven Hauptquartier einer Geheimdienstgruppe am Berliner Flughafen Tempelhof. Spieler schlüpfen in Teams, in denen eine Künstliche Intelligenz namens Hal 9001 als falscher Teilnehmer agiert. Das Drehbuch umfasst bereits Material für drei Monate Spielzeit, monatlich kommt neues hinzu.
Burckhardts Ansatz speist sich aus philosophischen Überlegungen zu Narrativen. Das Konzept des „interaktiven Films“ ist nicht neu: Schon Heavy Rain wurde für die Verschmelzung von Spielmechanik und filmischem Erzählen gefeiert. Noch früher, 2011, experimentierte Warner Bros. mit nutzergenerierten Inhalten in der Webserie Aim High. Und bereits vor über zwei Jahrtausenden definierte Aristoteles die dramatische Struktur als Exposition, Steigerung und Katastrophe.
TwinKomplex geht nun einen Schritt weiter, indem es Spielern erlaubt, die Geschichte in Echtzeit mitzugestalten. Das ungewöhnliche Format sprengt herkömmliche Kategorien – was es letztlich ist, entscheiden die Teilnehmer selbst.
Mit der Mischung aus KI-Interaktion und Live-Storytelling bietet TwinKomplex eine frische Perspektive auf digitale Unterhaltung. Die laufenden Drehbuch-Updates sorgen für monatelange Spannung. Ob das Projekt zum Vorbild für künftige „interaktive Filme“ wird, hängt davon ab, wie das Publikum auf sein unkonventionelles Design reagiert.






