05 June 2026, 15:05

"Vengeance – Mord in der Heide": Wie ein realer Fall britische Sikh-Geschichten auf Channel 4 revolutioniert

'Vengeance: Mord auf der Heide' - Schöpferin Aysha Rafaele bedauert mangelnden Fortschritt in der Darstellung von Schwarzen und britischen Asiaten im Fernsehen seit Adeel Akhtar Geschichte bei den BAFTAs für 'Mord durch meinen Vater' gemacht hat

"Vengeance – Mord in der Heide": Wie ein realer Fall britische Sikh-Geschichten auf Channel 4 revolutioniert

Neue dokumentarische Dramaserie: „Vengeance – Mord in der Heide“ feiert am Sonntag Premiere auf Channel 4

Unter der Regie der vierfachen BAFTA-Preisträgerin Aysha Rafaele entsteht mit „Vengeance – Mord in der Heide“ ein zweiteiliges Faktual-Drama, das den realen „Honigfalle-Mord“ an Gagandip Singh aufarbeitet. Rafaele, die auch Drehbuch und Produktion verantwortet, will damit ungehörte Geschichten aus der britischen Sikh-Gemeinschaft auf die Leinwand bringen.

Im Mittelpunkt der Serie steht der Fall des jungen Sikhs Gagandip Singh, der 2007 von Freunden in den Tod gelockt wurde. Mit Asim Chaudhry und Laila Rouass in den Hauptrollen wurde „Vengeance“ vom Unscripted-Team von Channel 4 in Auftrag gegeben – eine Strategie, die Rafaele und ihr kreativer Partner Joseph Bullman nutzen, um die Entwicklung zu beschleunigen. Durch die direkte Ansprache der Dokumentar-Redaktion umgehen sie die oft langwierigen Wege der klassischen Dramaproduktion.

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Rafaele, die sich seit Jahren für mehr Repräsentation im britischen Fernsehen einsetzt, hatte nach ihrem 2017er Drama „Getötet von meinem Vater“ auf Fortschritte in der Vielfalt auf dem Bildschirm gehofft. Doch heute gibt sie offen zu: „Nichts, rein gar nichts hat sich verändert.“ Sie kritisiert gängige Klischees – asiatische Mädchen als passiv, Jungen als „Bravheitsvorbilder“. Ihre Frustration treibt sie an, Geschichten zu erzählen, die sie selbst kaum zu sehen bekommt: echte, vielschichtige Erzählungen über ihre eigene Community.

Mit „Vengeance“ setzt sie diesen Kampf fort. Die Serie soll Vorurteile herausfordern und einen neuen Blick auf das Leben britischer Sikhs werfen. Rafaeles Ansatz – die Verbindung von dokumentarischer Akribie mit dramatischem Storytelling – macht die Lücken in der Mainstream-Repräsentation deutlich. Mit diesem Projekt kämpft sie weiter für Veränderung, Schritt für Schritt.

Die zweiteilige Serie läuft ab diesem Sonntag auf Channel 4.

Quelle