Verbraucherzentrale startet Energieberatung speziell für Wohnungseigentümergemeinschaften
Gaby WernerVerbraucherzentrale startet Energieberatung speziell für Wohnungseigentümergemeinschaften
Deutschlands größter unabhängiger Energieberatungsdienst hat ein neues Programm speziell für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) gestartet. Die Verbraucherzentrale bietet nun maßgeschneiderte Beratungen an, um diesen Gruppen fundierte Entscheidungen bei energetischen Sanierungen zu erleichtern. Mit über 1.000 Beraterinnen und Beratern an 900 Standorten hat der Service allein 2024 bereits mehr als 230.000 Haushalte unterstützt.
Das neue Angebot soll komplexe Entscheidungen rund um energetische Modernisierungen für WEGs vereinfachen. Kleine und mittlere Gemeinschaften können nun Videoberatungen, Vor-Ort-Begehungen sowie detaillierte schriftliche Gutachten in Anspruch nehmen. Auch Nachbesprechungen sind enthalten, um Klarheit über die nächsten Schritte zu schaffen.
Jede Beratung kann sich auf bis zu zwei Schwerpunktthemen konzentrieren – etwa Photovoltaik, Solarthermie oder Heizungsoptimierung. Die Kosten für eine WEG belaufen sich auf maximal 80 Euro, wobei das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bis zu 1.000 Euro an Fördermitteln übernimmt. Die Anmeldung erfolgt über die Energieberatungswebsite der Verbraucherzentrale.
Darüber hinaus geht die Organisation rechtlich gegen die Energieversorger E.ON und HanseWerk Natur vor. Ziel ist es, Rückerstattungen für Kunden durchzusetzen, die in den vergangenen Jahren von drastischen Preiserhöhungen betroffen waren.
Das Programm soll energetische Sanierungen für WEGs in ganz Deutschland zugänglicher machen. Dank geringer Eigenbeteiligung und fachkundiger Begleitung können Gemeinschaften nun mit klaren Sanierungsplänen vorankommen. Die Klagen gegen große Anbieter unterstreichen zudem die Rolle der Verbraucherzentrale als wichtige Instanz zum Schutz der Verbraucherinteressen.






