Vertrauenskrise: Warum Politiker in elf Ländern so schlecht dastehen
Joseph HölzenbecherVertrauenskrise: Warum Politiker in elf Ländern so schlecht dastehen
Eine aktuelle Umfrage hat ergeben, dass die Bevölkerung in elf demokratischen Ländern eine schlechte Meinung von Politikern hat. Die Studie, die im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde, umfasste Antworten von fast 1.000 Amtsträgern – darunter 178 Mitglieder des Deutschen Bundestags. Nun prüft Kölns langjährige Oberbürgermeisterin Henriette Reker die Ergebnisse mit großem Interesse.
Die Erhebung erfasste Politiker von Australien bis zur Schweiz und sammelte insgesamt die Einschätzungen von 982 Funktionsträgern. Ein Team aus 19 Forschern verschiedener Länder wertete die Daten aus. Alle Befragten blieben anonym, um ehrliche Rückmeldungen zu gewährleisten.
Die Ergebnisse ordneten Politiker unter die am wenigsten vertrauenswürdigen Berufe ein – auf einer Stufe mit Steuerbeamten, Journalisten und Versicherungsvertretern. Dieser Trend spiegelt eine breite öffentliche Skepsis gegenüber Machtinhabern wider.
Henriette Reker, die seit einem Jahrzehnt als parteilose Oberbürgermeisterin Köln führt, setzte sich im Konferenzraum des Rathauses mit den Daten auseinander. Besonders interessiert sie, welche Schlussfolgerungen sich daraus für die lokale Politik ziehen lassen.
Die Umfrage zeigt eine deutliche Kluft zwischen Politikern und dem Vertrauen der Bevölkerung auf. Mit Antworten von 178 Bundestagsabgeordneten und Amtsträgern aus elf Ländern bietet die Studie einen umfassenden Einblick in dieses Problem. Die Ergebnisse könnten Diskussionen anstoßen, wie Vertreter besser mit den Bürgern in Kontakt treten können, die sie repräsentieren.
