Verwechslungen auf Dienstreise: Wenn Fremde einen für jemanden anderen halten
Meinolf BarkholzVerwechslungen auf Dienstreise: Wenn Fremde einen für jemanden anderen halten
Eine Reihe kurioser Verwechslungen und falscher Identitäten spielte sich letzte Woche während einer Dienstreise ab. Bei einem Hotelaufenthalt für Rollenspiel-Proben führte eine einfache Bierbestellung zu einer unerwarteten Konfrontation. Die Vorfälle zeigen, wie leicht Menschen mit anderen verwechselt werden können – selbst von völlig Fremden.
Der Wirrwarr begann, als eine Kellnerin namens Angelika meine Bierbestellung aufnahm. Sie sah einer Andrea zum Verwechseln ähnlich, war aber nicht die Person, die ich im Sinn hatte. Bevor ich mich korrigieren konnte, trat meine Kollegin Katharina Stemberger mir kräftig auf den Fuß – eine stumme Warnung, die Kellnerin nicht falsch zu nennen. Die Begegnung endete unbeholfen, während ihr intensiver Knoblauchatem in der Luft hing.
Am nächsten Tag, während eines Gewitters, näherte sich ein Hotelgast Kathi, überzeugt davon, sie sei eine Schauspielerin aus „Calendar Girls“. Trotz ihrer Beteuerungen blieb der Gast von seiner Fehleinschätzung überzeugt. Es war nicht das erste Mal, dass so etwas passierte.
Im Laufe der Jahre habe ich immer wieder berufliche E-Mails erhalten, die eigentlich für eine Andrea bestimmt waren und irrtümlich an mich adressiert wurden. Der hartnäckigste Fall ereignete sich bei einem Theaterbuffet, wo eine Frau beharrlich behauptete, ich sei Andrea Niedetzky. Keine Erklärung konnte sie von ihrem Irrtum abbringen.
Aus der Reise wurde eine Kette komischer, aber auch nervenaufreibender Missverständnisse. Von der knoblauchgeschwängerten Korrektur einer Kellnerin bis zur stur anhaltenden Falscherkennung eines Fremden – die Vorfälle beweisen, wie schnell Identitäten verschwimmen können. Vorerst scheint die einzige Lösung zu sein: aufpassen, was man sagt – und wohin man tritt.
