01 May 2026, 04:36

Willich verabschiedet Haushalt 2026 einstimmig – trotz hitziger Debatten über Kita-Gebühren und Schülerverkehr

Plakat zur Unterstützung des American Rescue Plan, das den Text enthält, dass es die Kinderarmut in den USA halbieren würde, und ein Gruppenfoto zeigt.

Willich verabschiedet Haushalt 2026 einstimmig – trotz hitziger Debatten über Kita-Gebühren und Schülerverkehr

Der Stadtrat von Willich hat den Haushalt 2026 in Rekordzeit verabschiedet – alle Fraktionen hielten sich dabei strikt an vorgegebene Redezeitbegrenzungen. Die Entscheidung fiel nach hitzigen Debatten über Kita-Gebühren, Schülerverkehrszuschüsse und die angespannte Haushaltslage der Stadt. Trotz unterschiedlicher Standpunkte wurde der Haushalt einstimmig angenommen und tritt im Juli in Kraft.

Das Verfahren zur Haushaltsverabschiedung verlief ungewöhnlich zügig, da sich alle Parteien an eine Redezeit von maximal fünf Minuten hielten. Sowohl die SPD als auch die Grünen unterstützten den Plan, betonten jedoch, dass aufgrund der prekären Finanzlage Willichs weitere Maßnahmen notwendig seien. Die SPD schlug zudem konkrete Kürzungen bei nicht zwingend erforderlichen Ausgaben vor, um die Belastung zu verringern.

Eltern in der Stadt hatten zuvor Pläne kritisiert, die Kita-Gebühren zu erhöhen und die jährliche Kostenanpassung auszuweiten. Trotz der Bedenken beschloss der Rat, die jährliche Gebührenanpassung im Kita-Bereich dauerhaft von zwei auf drei Prozent zu erhöhen. Zudem lehnte der Jugendhilfeausschuss Vorschläge ab, Geschwisterermäßigungen wieder einzuführen – Familien müssen damit weiterhin für jedes Kind den vollen Beitrag zahlen.

Ein weiterer Streitpunkt war die Streichung des Deutschlandtickets für berechtigte Schülerinnen und Schüler. Die SPD lehnte diesen Schritt offen ab und argumentierte, er belaste junge Menschen unzumutbar. Die Grünen begrüßten zwar die Verabschiedung des Haushalts, warnten jedoch vor tieferliegenden strukturellen Defiziten, die langfristige Lösungen erforderten.

Der Haushalt 2026 wird nun im Juli rechtlich verbindlich. Die Kita-Gebühren steigen, Geschwisterermäßigungen bleiben gestrichen, und die Zuschüsse für den Schülerverkehr werden weiter gekürzt. Die finanzielle Situation der Stadt erfordert weiterhin Aufmerksamkeit – sowohl SPD als auch Grüne fordern zusätzliche Schritte, um die Herausforderungen zu bewältigen.

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