Zoll deckt illegale Beschäftigung und Lohnbetrug in Hotels und Gastronomie auf
Meinolf BarkholzZoll deckt illegale Beschäftigung und Lohnbetrug in Hotels und Gastronomie auf
Zollbehörden haben in der Hotellerie- und Gastronomiebranche Kontrollen durchgeführt und dabei zahlreiche Verstöße gegen das Arbeitsrecht aufgedeckt. Die Überprüfungen betrafen vier Betriebe, in denen die Beamten die Unterlagen von 156 Beschäftigten prüften. Im Rahmen der Aktion kamen mehrere Fälle illegaler Beschäftigung sowie Lohnverstöße ans Licht.
Im Fokus der Kontrollen standen 24 Arbeitnehmer in den vier Betrieben. Dabei stellte sich heraus, dass 12 Personen ohne gültigen Aufenthaltstitel in Deutschland lebten. Einige von ihnen arbeiteten zudem ohne die erforderliche Arbeitserlaubnis.
Die Beamten deckten drei Fälle auf, in denen Arbeitgeber neu eingestellte Mitarbeiter nicht wie gesetzlich vorgeschrieben bei den Behörden gemeldet hatten. Vier Verdachtsfälle auf Verstöße gegen den Mindestlohn wurden dokumentiert – dieser liegt in Deutschland derzeit bei 12,82 Euro pro Stunde. In zwei weiteren Fällen gab es Vorwürfe wegen vorenthaltenen Lohns und Veruntreuung von Arbeitsentgelt.
Zudem gerieten sieben Beschäftigte in den Verdacht, Sozialleistungen missbräuchlich in Anspruch zu nehmen. Die Hotel- und Gastronomiebranche steht aufgrund ihrer großen Belegschaft und der strengen Mindestlohnvorgaben weiterhin unter besonderer Beobachtung.
Die Kontrollen förderten ein breites Spektrum an Unregelmäßigkeiten zutage – von illegalem Aufenthalt bis hin zu Lohnverstößen. Die Behörden werden die aufgedeckten Fälle nun weiter untersuchen. Den betroffenen Betrieben drohen bei Bestätigung der Vorwürfe Strafen.
