Zoll durchsucht bundesweit Hotels und Restaurants wegen Mindestlohn-Verstößen
Gaby WernerZoll durchsucht bundesweit Hotels und Restaurants wegen Mindestlohn-Verstößen
Zollbehörden starten bundesweite Razzien in Hotellerie und Gastronomie
Die deutschen Zollbehörden haben eine Reihe unangekündigter Kontrollen in der Hotel- und Gastronomiebranche eingeleitet. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS), die über 2.600 Mitarbeiter zählt, leitet die Überprüfungen, um sicherzustellen, dass Unternehmen die Arbeitsgesetze einhalten. Die verschärften Kontrollen erfolgen vor dem Hintergrund des seit Anfang 2025 geltenden gesetzlichen Mindestlohns von 12,82 Euro pro Stunde.
Im Fokus der Inspektionen stehen mehrere Compliance-Bereiche: Die Beamten prüfen, ob Arbeitgeber den Mindestlohn zahlen und die Arbeitszeiten korrekt dokumentieren. Zudem werden die Abführung von Sozialabgaben überprüft und mögliche Betrugsfälle bei Sozialleistungen aufgedeckt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte. Die Zollteams stellen sicher, dass Unternehmen die Vorschriften zur Mitführung und Vorlage von Ausweisdokumenten einhalten. Gleichzeitig suchen sie nach Fällen illegaler Beschäftigung.
Die Branche wurde aufgrund ihrer großen Belegschaft ausgewählt. Zu den Kontrollmaßnahmen gehören Befragungen von Mitarbeitern sowie die Prüfung von Unternehmensunterlagen wie Lohnabrechnungen und Finanzdokumenten. Die Ergebnisse der heutigen Aktionen werden in einer Presseerklärung nächste Woche veröffentlicht.
Die FKS wird in den kommenden Tagen detaillierte Erkenntnisse aus den Kontrollen veröffentlichen. Bei Verstößen gegen die Vorschriften drohen Unternehmen Sanktionen. Ziel der Überprüfungen ist es, faire Arbeitsbedingungen und legale Beschäftigungspraktiken in der gesamten Branche durchzusetzen.
