02 April 2026, 14:28

16-Jähriger aus Nottuln wegen IS-Verdachts vorläufig festgenommen – Polizei gibt Entwarnung

Plakat mit der Aufschrift "Kinderaarbeit ist eine nationale Gefahr - Sollen wir der Industrie die Nation ketten lassen?" in fetter schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund, das eine vielfältige Gruppe von Menschen zeigt, die gemeinsam stehen.

Verdächtiger IS-Sympathisant wieder bei den Eltern - 16-Jähriger aus Nottuln wegen IS-Verdachts vorläufig festgenommen – Polizei gibt Entwarnung

Ein 16-Jähriger aus Nottuln im Münsterland wurde am Freitagabend vorläufig festgenommen, nachdem der Verdacht auf Unterstützung der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) aufkam. Die Polizei gab später Entwarnung und betonte, dass von dem Jugendlichen keine akute Gefahr ausgehe. Bei einer Durchsuchung des Elternhauses beschlagnahmten die Beamten jedoch mehrere Gegenstände.

Die Festnahme erfolgte, nachdem die Behörden den Jungen mit Social-Media-Beiträgen in Verbindung brachten, die mutmaßlich dem IS zuzurechnen sind. Unter den Inhalten befanden sich auch Abbildungen von Waffen. Nach einer Vernehmung wurde der Teenager wieder seinen Eltern übergeben; das Jugendamt wurde über den Vorfall informiert.

Im Rahmen eines Durchsuchungsbefehls sicherten die Ermittler im Haus der Familie ein Mobiltelefon, ein Messer sowie weitere Waffen. Den Angaben zufolge handelte es sich bei den meisten beschlagnahmten Gegenständen um Attrappen, doch die Echtheit einer Waffe wird noch von Sachverständigen geprüft. Die Münsteraner Polizepräsidentin Alexandra Dorndorf unterstrich, dass der Staat solche Fälle mit "Sensibilität, Wachsamkeit und Schnelligkeit" behandle.

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Trotz der vorläufigen Festnahme lagen keine Haftgründe vor. Dennoch ermitteln die Sicherheitsbehörden weiter. Stand April 2026 gibt es keine neuen Erkenntnisse zu den Ermittlungen oder möglichen rechtlichen Schritten.

Der Jugendliche bleibt unter Beobachtung, auch wenn keine unmittelbare Bedrohung festgestellt wurde. Seit seiner Freilassung wurden keine weiteren Maßnahmen bekannt gegeben. Die Prüfung seiner mutmaßlichen Verbindungen zu extremistischem Material dauert an.

Quelle