S11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach erhält Baugenehmigung – doch Verzögerungen drohen
Meinolf BarkholzS11-Ausbau zwischen Köln und Bergisch Gladbach erhält Baugenehmigung – doch Verzögerungen drohen
Ausbau der S-Bahn-Linie S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln erreicht Meilenstein
Das Ausbauprojekt der S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln hat einen entscheidenden Schritt nach vorn gemacht: Die Baugenehmigung liegt nun vor, sodass die DB InfraGO mit der Vergabe von Aufträgen und Gleissperrungen beginnen kann. Das Gesamtbudget des Vorhabens beträgt 836 Millionen Euro, wobei der Bund 531 Millionen Euro beisteuert.
Das Projekt sieht umfassende Modernisierungen der S11 vor, darunter den Bau eines zweiten Gleises, den Ausbau von Bahnhöfen und neue Anlagen. Der Bahnhof Bergisch Gladbach wird erweitert, und ein neuer Haltepunkt, Köln-Kalk West, entsteht. Zudem werden alle Stationen zwischen Köln-Holweide und Bergisch Gladbach barrierefrei ausgebaut.
Geplant sind außerdem Mittelbahnsteige in den Bahnhöfen Köln Hauptbahnhof und Köln Messe/Deutz, was den Fahrgastfluss deutlich verbessern wird. Nach Fertigstellung soll die S11 im 10-Minuten-Takt verkehren, in den Hauptverkehrszeiten sogar alle fünf Minuten – fast eine Verdopplung des Angebots.
Die ersten größeren Einschränkungen sind vom 10. April bis zum 3. Juli 2026 vorgesehen, wenn ein digitales Stellwerk in Mülheim vorbereitet wird. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer rechnet damit, dass die noch ausstehenden Genehmigungen in diesem Sommer erteilt werden. Allerdings haben Verzögerungen bei anderen Projekten Zweifel an der ursprünglichen Fertigstellung bis 2032 aufkommen lassen. Bergisch Gladbachs Erster Beigeordneter, Ragnar Migenda, geht mittlerweile davon aus, dass die Bauarbeiten frühestens Ende 2030 beginnen könnten.
Mit einer Finanzierung von 836 Millionen Euro – davon 305 Millionen vom Land NRW und 531 Millionen vom Bund – rückt die Umsetzung des S11-Ausbaus nun näher. Doch aufgrund von Planungsunsicherheiten bleibt der Zeitrahmen ungewiss. Sobald die Strecke in Betrieb geht, wird sie die Kapazitäten und die Barrierefreiheit für Pendler deutlich erhöhen.






