24 March 2026, 08:34

Baden-Baden ehrt Ballettlegende Nijinsky mit einzigartiger Ausstellung und Festival

Plakat für das Louvre Paris im Jahr 1910, das eine Gruppen-Tanzveranstaltung ankündigt.

Baden-Baden ehrt Ballettlegende Nijinsky mit einzigartiger Ausstellung und Festival

Große Ausstellung zu Ehren des Ballettlegende Wasslaw Nijinsky und seiner Ära eröffnet am 3. Oktober im Stadtmuseum Baden-Baden

Eine umfangreiche Ausstellung, die das Erbe des Ballettgenies Wasslaw Nijinsky und seiner Zeit würdigt, wird am 3. Oktober im Stadtmuseum Baden-Baden eröffnet. Kuratiert vom renommierten Choreografen John Neumeier, zeigt die Schau seltene Exponate aus seiner privaten Sammlung, darunter Stücke, die mit Nijinsky und seiner ikonischen Partnerin Anna Pawlowa verbunden sind. Die Veranstaltung fällt zusammen mit einem Festival, das Neumeiers eigenes Schaffen feiert und zugleich seinen Abschied von der Leitung des Hamburger Balletts nach Jahrzehnten markiert.

Im Sommer 1913 hielten sich Nijinsky und die Compagnie der Ballets Russes in Baden-Baden auf – eine Zeit, die die Zukunft des Tanzes prägen sollte. Nijinsky wohnte im August im Brenners Parkhotel & Spa und arbeitete dort mit Sergei Djagilew an einem von Bach inspirierten Ballett. Zwar entstand keine neue Choreografie, doch verfeinerte er Skizzen für Le Sacre du Printemps (Das Frühlingsopfer), das nur wenige Monate zuvor in Paris uraufgeführt worden war. Sein Ziel war es, barocke Pracht mit moderner Innovation zu verbinden und so ein Gesamtkunstwerk zu schaffen.

Auch Pawlowa, Nijinskys berühmteste Partnerin, trat im August 1913 in Baden-Baden auf. Am 26. des Monats tanzte sie ihre legendäre Rolle als Sterbender Schwan – trotz vorheriger Spannungen mit einer Mitänzerin, die die Vorstellung fast gefährdet hätten. Gemeinsam setzten Nijinsky und Pawlowa neue Maßstäbe in der Spitzentanztechnik und prägten damit Generationen von Tänzern.

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Über ein Jahrhundert später würdigt John Neumeier diese Pioniere der Ballettkunst. Sein Festival Die Welt des John Neumeier findet vom 2. bis 12. Oktober statt und umfasst unter anderem sein eigenes Ballett Nijinsky sowie den Abschluss mit Epilog – einem letzten Gruß an seine Laufbahn beim Hamburger Ballett. Neumeier, der Nijinsky als den "größten Visionär der Ballettkunst" bezeichnet, hat jahrelang Kostüme, Skizzen und Artefakte aus dieser Epoche gesammelt, von denen viele in der Ausstellung zu sehen sein werden.

Die Ausstellung und das Festival beleuchten Nijinskys revolutionären Einfluss auf den Tanz sowie Pawlowas anhaltendes Erbe. Neumeiers Abschiedsvorstellungen und die kuratierte Sammlung bieten eine seltene Gelegenheit, diese prägende Phase der Ballettgeschichte zu erkunden. Die Veranstaltungen finden vom 2. bis 12. Oktober statt, die Ausstellung bleibt im Stadtmuseum Baden-Baden geöffnet.

Quelle