18 April 2026, 00:39

Bürgerdialog in Frohnhausen: Kufen diskutiert mit Anwohnern über Verkehr und Kinderbetreuung

Eine belebte Stadtstraße mit hohen Gebäuden, fahrenden Fahrzeugen, Fußgängern auf dem Gehweg, Laternen und Werbetafeln, auf denen die Top-Attraktionen in New York City aufgeführt sind.

Bürgerdialog in Frohnhausen: Kufen diskutiert mit Anwohnern über Verkehr und Kinderbetreuung

Rund 120 Anwohner versammelten sich zum ersten Bürgerdialog des Jahres in Frohnhausen, wo sie mit Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen zusammenkamen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen lokale Anliegen – von der Verkehrssicherheit über Kinderbetreuung bis hin zu öffentlichen Dienstleistungen. Frohnhausen, in dem etwa 33.400 Menschen leben, zählt nach wie vor zu den am dichtesten besiedelten Stadtteilen Essens.

Während des Treffens betonte Kufen die laufenden Verbesserungen im Viertel. Er kündigte Investitionen in Spielplätze und Grünflächen an sowie Sanierungen bestehender Einrichtungen. Der Oberbürgermeister unterstrich zudem die Bedeutung von ehrenamtlichem Engagement und rief Unternehmen auf, sich als Sponsoren für die Instandhaltung der Spielplätze zu beteiligen.

Die Anwohner brachten zahlreiche Probleme zur Sprache, darunter die unzureichenden Busverbindungen der Linie 145 sowie Verkehrsprobleme in der Gervinusstraße und der Adelkampstraße. Die neu eingerichtete Bringzone an der Cosmas-und-Damian-Schule wurde begrüßt, doch viele kritisierten das Fehlen des versprochenen Fußgängerüberwegs an der Berliner Straße. Zwar soll das Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren ausgebaut werden, doch der Bedarf an Plätzen für ältere Kinder bleibt hoch.

Kufen lobte die gut entwickelte soziale Infrastruktur Frohnhausens, etwa die koordinierte Unterstützung für Zugewanderte und das breite Angebot der Jugendhilfe. Er ging auch auf die Sorgen ein, die der jüngste Schließung des Jugendzentrums in der Harkortstraße im benachbarten Holsterhausen ausgelöst hatte – eine Einrichtung, die von vielen jungen Leuten aus der Umgebung genutzt worden war.

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Ein weiteres zentrales Thema war die kulturelle Vielfalt des Stadtteils: Mehr als ein Drittel der Bewohner besitzt einen doppelten oder nicht-deutschen Pass, bei den Minderjährigen liegt dieser Anteil sogar bei fast 58 Prozent.

Der Dialog bot Aktuelles zu Schulsicherheit, öffentlichem Nahverkehr und Verbesserungen in der Kinderbetreuung. Zwar bleiben einige Anliegen – wie der fehlende Fußgängerüberweg – vorerst ungelöst, doch die Pläne des Oberbürgermeisters für Grünflächen und Spielplätze zeigen, dass die Aufwertung des Viertels weiter voranschreitet. Die Anwohner werden die Entwicklungen in den kommenden Monaten weiter im Blick behalten.

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