18 April 2026, 16:32

Wie der Tag der Krippenszene eine uralte Weihnachtsradition ehrt

Krippe des Weihnachtsfestes in Deutschland am 7. Dezember

Wie der Tag der Krippenszene eine uralte Weihnachtsradition ehrt

Deutschland feiert jährlich am 7. Dezember den Tag der Krippenszene

Der Feiertag würdigt eine Tradition, die sich über Jahrhunderte entwickelt hat – von einfachen frühchristlichen Darstellungen bis hin zu den aufwendigen Krippen, die heute zu sehen sind. Initiator dieses Gedenktags ist Sven Giese, der Gründer des "Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt".

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Die ersten Krippenszenen waren schlicht. Sie zeigten lediglich das Jesuskind, einen Ochsen und einen Esel. Mit der Zeit wurden die Darstellungen immer detailreicher.

Gegen Ende des 16. Jahrhunderts begannen italienische Haushalte, eigene Krippen aufzustellen. Ein Jahrhundert später übernahmen auch Kirchen in Bayern diesen Brauch. Doch 1802 führte die Säkularisation zu einem Verbot der Krippendarstellungen in Kirchen – fortan fanden sie vor allem in privaten Haushalten ihren Platz.

Im späten 18. Jahrhundert kam es zu weiteren Veränderungen: Hirten, Engel und die Heiligen Drei Könige bereicherten die Szenen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts ermöglichte die Massenproduktion günstigere Krippenfiguren, sodass sich auch weniger begüterte Familien an der Tradition beteiligen konnten. Um das Handwerk zu bewahren, entstanden später Krippenbauvereine.

Heute ehrt der Feiertag sowohl die Geschichte als auch die Kunstfertigkeit dieser weihnachtlichen Darstellungen. Der Tag der Krippenszene lenkt den Blick auf einen Brauch, der sich über hunderte Jahre gewandelt hat. Von den frühchristlichen Anfängen bis zu den modernen Haushaltskrippen bleibt die Tradition ein fester Bestandteil der festlichen Bräuche. Gleichzeitig würdigt der Tag all jene, die dieses Handwerk lebendig halten.

Quelle