David Haye verklagt ITV nach Dschungelcamp-Skandal um gezielte Schnitte
Joseph HölzenbecherDavid Haye verklagt ITV nach Dschungelcamp-Skandal um gezielte Schnitte
Der ehemalige Boxer David Haye droht dem Sender ITV mit rechtlichen Schritten wegen seines Auftritts in Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! Südafrika. Der Star wirft der Produktion vor, ihn durch gezielte Schnitte als "Bösewicht aus dem Märchen" dargestellt zu haben, was seinem Ruf nachhaltig geschadet habe. Sein Streit mit dem Mitkandidaten Adam Thomas eskalierte im Finale, als Haye diesem vorwarf, sich als "Opfer" zu inszenieren.
Die Spannungen zwischen Haye und Thomas prägten weite Teile der Staffel. Zuschauer und Lagergenossen warfen Haye vor, andere Teilnehmer gemobbt zu haben – insbesondere nach abwertenden Äußerungen über Frauen. In einem Kommentar bezeichnete er seine Freundin Sian Osborne als jemanden mit "dem Charakter eines richtig hässlichen Vögels". Ein weiterer Vorfall zeigte ihn dabei, wie er Gemma Collins wegen ihres Gewichts herabsetzte, was er später als harmlosen "Scherz" abtat.
Im Finale kam es zum erneuten Eklat, als Haye Thomas' Sieg öffentlich infrage stellte. Er beharrte darauf, die Show habe ihn unfair dargestellt, indem sie Szenen gezielt zusammengeschnitten habe, um Konflikte zu dramatisieren. Berichten zufolge nutzte Haye einst KI, um seine öffentlichen Aussagen zu prüfen – doch sein ungefiltertes Verhalten im Dschungelcamp löste eine Welle der Kritik aus.
Die Folgen des Skandals sollen ihm lukrative Werbedeals und ein angeblich geplantes Netflix-Projekt gekostet haben. Nun hat Haye die renommierte Kanzlei Gatehouse Chambers engagiert, deren Anwälte bis zu 500 Pfund pro Stunde berechnen, um ITV wegen "nicht wiedergutzumachender Schäden" an seiner Marke zu verklagen.
Sein juristisches Team bereitet eine Klage gegen den Sender vor und argumentiert, die Schnitte der Show hätten sein öffentliches Image zerstört. Im Mittelpunkt des Streits stehen seine Auseinandersetzungen mit Thomas sowie umstrittene Aussagen, die breite Empörung auslösten. Das Ergebnis des Falls könnte prägend dafür sein, wie Reality-TV-Formate künftig mit Konflikten zwischen Teilnehmern umgehen.






