DGB und Wesels OB diskutieren faire Arbeitsbedingungen und Wirtschaftswachstum
Gaby WernerDGB und Wesels OB diskutieren faire Arbeitsbedingungen und Wirtschaftswachstum
Eine Delegation des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) traf sich am 13. März 2026 mit Wesels Oberbürgermeister Rainer Benien. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt, das Wirtschaftswachstum sowie die Sicherung fairer Arbeitsbedingungen in der Region. Beide Seiten betonten die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen kommunalen Verantwortungsträgern, Unternehmen und Gewerkschaften.
An dem Treffen nahmen Gewerkschaftsvertreter unter der Leitung von Angelika Wagner, Geschäftsführerin des DGB Niederrhein, sowie Vertreter der Stadtverwaltung teil. Die Diskussionen konzentrierten sich auf den Erhalt qualitativ hochwertiger Arbeitsplätze und die Ausweitung der Tarifbindung. Die DGB-Delegation rief zudem zu gemeinsamen Anstrengungen mit der Politik auf, um die Arbeitsplatzsicherheit und den sozialen Schutz zu verbessern.
Die Wirtschaft in Wesel hat seit 2020 eine schrittweise Erholung von den Folgen der Pandemie erlebt. Die Arbeitslosigkeit sank laut Daten des Niederrheins von 7,2 Prozent im Jahr 2020 auf etwa 5,8 Prozent bis 2025. Treibende Kräfte dieses Aufschwungs waren das Wachstum in den Bereichen Logistik und verarbeitendes Gewerbe, unterstützt durch bedeutende Investitionen. Dazu zählen die 50-Millionen-Euro-Erweiterung des Rheinhafens (2022–2024) sowie ein neues Logistikzentrum von DB Schenker, das 2023 angekündigt wurde und 2025 den Betrieb aufnahm.
Oberbürgermeister Benien unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Kommunalpolitik, Arbeitgebern und Gewerkschaften. Er betonte, dass gemeinsame Anstrengungen entscheidend seien, um den wirtschaftlichen Aufschwung zu festigen und den Bedürfnissen der Beschäftigten gerecht zu werden.
Die Gespräche machten die laufenden Bemühungen deutlich, den Arbeitsmarkt und die wirtschaftliche Stabilität in Wesel zu stärken. Sowohl der DGB als auch die Stadtvertreter waren sich einig, dass die Fortführung der Partnerschaft notwendig ist, um menschenwürdige Arbeit und die regionale Entwicklung zu fördern. Künftige Schritte werden sich auf die Umsetzung von Maßnahmen konzentrieren, die sowohl Arbeitnehmern als auch Unternehmen zugutekommen.






