25 March 2026, 12:34

Henkel-Chef warnt vor finanziellen Risiken durch verzögerte Preiserhöhungen

Tortendiagramm, das den globalen Kunststoffmarkt im Jahr 2017 zeigt, mit Abschnitten, die verschiedene Industrien und ihre jeweiligen Wachstumsprozentsätze darstellen.

Henkel-Chef warnt vor finanziellen Risiken durch verzögerte Preiserhöhungen

Henkel-Chef Carsten Knobel hat gewarnt, dass weitere Verzögerungen bei Preiserhöhungen die Finanzlage des Konzerns belasten könnten. Die Warnung erfolgt vor dem Hintergrund steigender Kosten bei Zulieferern und Logistikunternehmen, die die Gewinnmargen drücken. Trotz stabiler Nachfrage nach Marken wie Persil und Schwarzkopf bleibt das globale Umsatzwachstum aufgrund von Inflation und regionalen Störungen schwach.

Die Probleme des Unternehmens begannen mit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022. Während Westeuropa und Nordamerika ein moderates Wachstum verzeichneten – der organische Umsatz stieg 2023 um 3,2 Prozent – kostete Henkels Rückzug aus Russland im Jahr 2022 rund 400 Millionen Euro an entgangenen Erlösen. Insgesamt stagniert das globale Absatzvolumen und bewegt sich zwischen 0,5 und 2 Prozent jährlich bis 2025.

Der finanzielle Druck bei Henkel resultiert vor allem aus den gestiegenen Ölpreisen, die Material-, Transport- und Produktionskosten in die Höhe treiben. Zulieferer und Logistikpartner haben diese Mehrkosten an den Konzern weitergegeben. Um die Auswirkungen abzufedern, erhöht Henkel die Preise, betont jedoch, dass die Qualität der Produkte erhalten bleibe, um die Erhöhungen zu rechtfertigen.

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Die Gruppe, die weltweit etwa 47.000 Mitarbeiter beschäftigt, profitiert nach wie vor von der starken Kundenbindung an Marken wie Persil und Schwarzkopf. Weniger als ein Fünftel der Belegschaft ist in Deutschland angesiedelt. 2021 erzielte Henkel einen Umsatz von rund 20,5 Milliarden Euro, doch das Wachstum hat sich zuletzt verlangsamt.

Knobel äußerte die Hoffnung, dass sich der Konflikt, der die Krise antreibt, nicht das ganze Jahr über hinziehen werde.

Henkels Strategie konzentriert sich nun darauf, Preiserhöhungen mit einem entsprechenden Produktwert in Einklang zu bringen, um Kunden zu halten. Die finanzielle Perspektive des Unternehmens hängt davon ab, ob sich die Belastungen in der Lieferkette verringern und die Nachfrage stabilisiert. Vorerst bremsen jedoch Inflation und regionale Instabilität ein stärkeres Wachstum.

Quelle