Elektrische Baustellen: Wie VoltaVia Diesel-Maschinen in der DACH-Region ablösen will
Joseph HölzenbecherElektrische Baustellen: Wie VoltaVia Diesel-Maschinen in der DACH-Region ablösen will
Ein neues Projekt will Baustellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit elektrischem Strom versorgen. Unter dem Namen VoltaVia zielt die Initiative darauf ab, Emissionen zu reduzieren, indem dieselbetriebene Maschinen durch sauberere Alternativen ersetzt werden. Der Wandel könnte Hunderte Tonnen CO₂ einsparen und gleichzeitig die Kosten senken sowie die Abläufe vereinfachen.
Das VoltaVia-Projekt startete als zweijährige Kooperation zwischen dem PEM-Forschungsteam der RWTH Aachen und Zeppelin Rental. Die Finanzierung stammt von der D-A-CH-Verkehrsinfrastrukturforschung sowie den Verkehrsministerien aller drei Länder. Ihr Ziel ist es, praxistaugliche Elektrifizierungskonzepte für Baustellen in der DACH-Region zu entwickeln.
Viele Dieselmaskinen sind bereits in elektrischen Versionen erhältlich oder befinden sich in der Prototypenphase. Batteriebetriebene Modelle werden voraussichtlich bald den Markt dominieren, während Wasserstoff auf lange Sicht für größere Geräte eine Rolle spielen könnte. Tests zeigen, dass die Elektrifizierung einer 16 Kilometer langen Baustelle die CO₂-Emissionen um bis zu 960 Tonnen senken könnte.
Elektrische Maschinen bieten klare Vorteile: geringere Emissionen, einfachere Bedienung und günstigere Wartung. Dennoch bleiben hohe Anschaffungskosten und eine begrenzte Ladeinfrastruktur Hindernisse. Um diese Herausforderungen zu meistern, hat das Projekt ein Energienachfragemodell entwickelt, das den zukünftigen Strom- und Wasserstoffbedarf von Baustellen vorhersagt.
Das VoltaVia-Projekt wird praxisnahe Lösungen für die Elektrifizierung von Baustellen vorstellen. Bei flächendeckender Einführung könnte die Technologie die Emissionen und Betriebskosten deutlich verringern. Die Erkenntnisse könnten zudem künftige politische Entscheidungen und Investitionen in sauberere Baumaschinen lenken.






