Europa übertrifft 2024 seine Ziele für nachhaltige Flugkraftstoffe deutlich
Joseph HölzenbecherEuropa übertrifft 2024 seine Ziele für nachhaltige Flugkraftstoffe deutlich
Europas Vorstoß für nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) verzeichnet 2024 deutliche Fortschritte. Der Anteil von SAF am Kerosin stieg auf 2 % – ein Anstieg gegenüber nur 0,6 % im Vorjahr. Behörden bestätigen nun, dass die Region ihre Ziele für 2025 vorzeitig erreichen oder sogar übertreffen wird.
Die Europäische Union hatte sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2025 mindestens 2 % des Flugtreibstoffs an regionalen Flughäfen aus nachhaltigen Quellen stammen sollen. Wie ein hochrangiger EU-Vertreter kürzlich mitteilte, habe Europa diese Marke vermutlich bereits überschritten. Vorreiter ist der Flughafen London-Heathrow, der seinen SAF-Anteil auf über 5 % erhöhte – deutlich über den gesetzlichen Vorgaben.
Trotz dieser Erfolge forderte die Airline-Vereinigung Airlines for Europe (A4E) eine Lockerung der Vorgaben für eSAF (synthetische nachhaltige Flugkraftstoffe). Die Branchenvertretung argumentierte, dass begrenzte Verfügbarkeit und hohe Produktionskosten die aktuellen Ziele unrealistisch machten. Sowohl die Europäische Kommission als auch die EASA lehnten jedoch eine Abschwächung der Regelungen ab.
Florian Guillermet, Direktor der EASA, bestätigte, dass die eSAF-Vorgaben unverändert bleiben würden. Gleichzeitig prognostizierte er, dass Europa die 2 %-Marke für SAF im Jahr 2025 erreichen oder übertreffen werde. Die Kommission unterstützte diese Haltung und betonte, wie wichtig es sei, an den Vorgaben festzuhalten, während gleichzeitig an der Verbesserung von Bezahlbarkeit und Verfügbarkeit gearbeitet werde.
Bis 2030 wird die EU voraussichtlich 1,2 % des Flugtreibstoffs aus synthetischem SAF (eSAF) vorschreiben. Die Behörden bestehen darauf, dass die Politik trotz Forderungen der Industrie nach Anpassungen bestehen bleibt.
Europas SAF-Nutzung wächst rasant – 2024 wurden bereits 2 % erreicht, und das Ziel für nächstes Jahr dürfte vorzeitig übertroffen werden. Während Airlines Kosten und Versorgungsengpässe kritisieren, bleiben die Regulierungsbehörden bei den Vorgaben hart. Nun geht es darum, die Verfügbarkeit von eSAF bis 2030 deutlich auszuweiten.






