Mönchengladbachs Energiekosten explodieren um 53 Prozent – doch der Verbrauch bleibt stabil
Joseph HölzenbecherMönchengladbachs Energiekosten explodieren um 53 Prozent – doch der Verbrauch bleibt stabil
Energieausgaben der Stadt Mönchengladbach stiegen 2024 um 53 Prozent auf 10,7 Millionen Euro
Die Energiekosten der Stadt Mönchengladbach sind 2024 um 53 Prozent auf 10,7 Millionen Euro explodiert. Trotz Bemühungen zur Verbesserung der Überwachung und Automatisierung blieben der Energieverbrauch und die CO₂-Emissionen im vergangenen Jahr jedoch weitgehend unverändert. Schulen waren mit fast der Hälfte des gesamten Stromverbrauchs und über 60 Prozent des Erdgasbedarfs die größten Verbraucher.
Der starke Anstieg der Energieausgaben geht vor allem auf gestiegene Preise zurück – nicht auf einen höheren Verbrauch. Der Stromverbrauch in städtischen Gebäuden blieb mit 13,32 Millionen Kilowattstunden (kWh) stabil, während der Erdgasverbrauch bei 50,4 Millionen kWh unverändert blieb. Der Heizölverbrauch stieg jedoch von 4,75 Millionen auf 6 Millionen kWh, was auf Vorratskäufen im Jahr 2022 zurückzuführen ist.
In den letzten zwei Jahren hat das Gebäudemanagement Mönchengladbach (gmmg) seine Energiemonitoring- und Gebäudeautomationssysteme ausgebaut. Eine kürzlich durchgeführte Modernisierung der Beleuchtung kostete rund 850.000 Euro, wobei die Hälfte der Summe durch eine Bundesförderung gedeckt wurde. Dennoch blieb der CO₂-Fußabdruck der Stadt mit 16.643 Tonnen CO₂-Äquivalenten nahezu gleich.
Für die Zukunft plant die Stadt, bis 2026 alte Stromzähler durch digitale Modelle zu ersetzen. Auch Wasser- und Wärmezähler sollen an eine zentrale Datenplattform angebunden werden. Zwischen 2026 und 2028 sind weitere Modernisierungsmaßnahmen vorgesehen, darunter die Sanierung von Heizungsanlagen und die Installation von Solaranlagen.
Obwohl die Energieausgaben 2024 deutlich stiegen, blieb der Verbrauch weitgehend konstant. Künftige Projekte zielen darauf ab, durch digitale Überwachung und erneuerbare Energien die Effizienz zu steigern. Bei Erfolg könnten diese Maßnahmen in den kommenden Jahren sowohl die Ausgaben als auch die Emissionen senken.






