FC Köln feuert Trainer Kwasniok – Interimslösung Wagner soll Abstiegsdrama stoppen
Joseph HölzenbecherFC Köln feuert Trainer Kwasniok – Interimslösung Wagner soll Abstiegsdrama stoppen
Der 1. FC Köln hat sich von Cheftrainer Lukas Kwasniok getrennt, nachdem eine Serie schlechter Ergebnisse den Verein tief in den Abstiegskampf der Bundesliga gerissen hat. Die Entscheidung fiel nur wenige Stunden nach einem 3:3 gegen Borussia Mönchengladbach, das die sieglose Phase auf lediglich zwei Siege in 18 Spielen ausdehnte.
Geschäftsführer Thomas Kessler bestätigte den Wechsel und verwies auf eine besorgniserregende Negativentwicklung sowie die Unfähigkeit, ausreichend Punkte zu sammeln. Als Nachfolger rückt Co-Trainer René Wagner mit sofortiger Wirkung zum Interimscheftrainer auf.
Kwasnioks Abgang folgt auf monatelange sportliche Krise des FC Köln, der sich am Tabellenende festgesetzt hat. Obwohl Kessler die fußballerische Expertise und das fachliche Können des scheidenden Trainers anerkannte, waren die jüngsten Leistungen des Teams nicht mehr tragbar. Den Ausschlag gab schließlich das Rhein-Derby, bei dem ein spätes Tor noch ein Remis rettete, den Druck auf den stark kritisierten Trainer jedoch nicht mindern konnte.
Bevor man sich für Wagner entschied, soll der FC Köln informelle Gespräche mit Dino Toppmöller, dem ehemaligen Trainer von Eintracht Frankfurt, geführt haben. Toppmöller, der zunächst signalisiert hatte, die Position nur anzunehmen, falls der Verein bis zum Sommer in der ersten Liga verbliebe, lehnte das Angebot letztlich ab. Quellen zufolge wartet er auf eine attraktivere Möglichkeit bei einem anderen Klub.
Mit Toppmöller als Option vom Tisch ernannte der Verein umgehend Wagner, der zuvor als Assistent unter Kwasniok gearbeitet hatte. Der neue Interimstrainer versprach, die Aufgabe mit voller Hingabe anzugehen und sich auf den Klassenerhalt in der Bundesliga zu konzentrieren. Kessler betonte, Wagner werde das Team nun mit der Unterstützung des Trainerstabs und der gesamten Vereinsstruktur führen.
Wagners erste Herausforderung wird es sein, die desaströse Formwelle zu durchbrechen, in der der FC Köln in den letzten 18 Spielen nur sechs Punkte holte. Aktuell steht die Mannschaft in der Abstiegszone, während die Zeit davonläuft, die Saison noch zu wenden.
Wagner übernimmt das Amt in einer kritischen Phase, in der der FC Köln einen harten Kampf um den Ligaerhalt vor sich hat. Der Verein schließt vorerst weitere externe Verpflichtungen aus und setzt auf die interimistische Lösung. Der Verbleib in der Bundesliga hängt nun von schnellen Fortschritten unter der neuen Führung ab.






