Jäger im Kreis Herford müssen mit längeren Wartezeiten für Waffenscheine rechnen
Joseph HölzenbecherJäger im Kreis Herford müssen mit längeren Wartezeiten für Waffenscheine rechnen
Jäger im Kreis Herford müssen künftig mit längeren Wartezeiten für ihre Waffenscheine rechnen – Grund sind verschärfte Bundesgesetze. Die Änderungen, die im Rahmen des Gesetzes zur Verbesserung der inneren Sicherheit und des Asylsystems eingeführt wurden, sehen umfassendere Hintergrundprüfungen und eine stärkere Einbindung der Polizei vor. Die örtlichen Behörden raten Antragstellern, sich frühzeitig um ihre Unterlagen zu kümmern, da sich die Bearbeitungszeiten deutlich verlängert haben.
Betroffen sind sowohl Neuanträge als auch Verlängerungen. Bisher konnten Jäger mit schnelleren Bearbeitungszeiten rechnen, doch die erweiterten Prüfungen beziehen nun auch die lokale Polizei und das Zollfahndungsamt mit ein. Wer in den letzten zehn Jahren aus einem anderen Bundesland nach Herford gezogen ist, muss mit zusätzlichen Kontrollen rechnen.
Die Untere Jagdbehörde des Kreises bearbeitet jährlich rund 500 Anträge bei etwa 2.400 aktiven Jägern in der Region. Um Verzögerungen zu vermeiden, empfehlen die Behörden, Anträge frühzeitig einzureichen – ab dem 1. Dezember 2025 für Genehmigungen, die am 31. März 2026 auslaufen. Ein vorläufiger Nachweis über die Jagdhaftpflichtversicherung ist nicht mehr erforderlich, doch von Statusanfragen wird abgeraten. Stattdessen erhalten die Antragsteller einen Anruf, sobald ihr Schein zur Abholung bereitsteht.
Die Anträge werden über das Online-Portal der Kreisverwaltung Herford unter dem Menüpunkt "Öffentliche Sicherheit und Einbürgerung" eingereicht. Exakte Zahlen zu den im Jahr 2024 ausgestellten Scheinen liegen jedoch nicht vor, da die Behörde keine detaillierten Jahresstatistiken veröffentlicht.
Durch die strengeren Kontrollen müssen Jäger mit längeren Bearbeitungszeiten rechnen. Zwar ist das Verfahren komplexer geworden, doch der Kreis stellt weiterhin Genehmigungen für die rund 2.400 Jäger in der Region aus und verlängert diese. Die Behörden appellieren an die Antragsteller, sich an die aktualisierten Richtlinien zu halten, um unnötige Verzögerungen zu vermeiden.






