Friedensnobelpreis 2025: Warum María Corina Machado statt Donald Trump gewann
Joseph HölzenbecherFriedensnobelpreis 2025: Warum María Corina Machado statt Donald Trump gewann
Der Friedensnobelpreis 2025 geht an die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado – und nicht an Donald Trump. Die Entscheidung löste eine Debatte unter Medienverantwortlichen aus, in deren Verlauf der scheidende Zeit-Chef Jürgen von der Lippe die Äußerung eines Kollegen scharf kritisierte, Trump verdiene die Auszeichnung mehr als jeder andere westliche Politiker.
Ulf Poschardt, eine führende Persönlichkeit im deutschen Verlagswesen, hatte argumentiert, Trump sei der würdigste westliche Politiker für den Friedensnobelpreis. Seine Aussagen provozierten eine klare Gegenreaktion von Jürgen von der Lippe, dem abtretenden Vorstandsvorsitzenden der Zeit Verlagsgruppe. Von der Lippe wies die These zurück und verwies darauf, dass Aktivistinnen und Aktivisten aus Myanmar, Hongkong, Belarus oder dem Iran weitaus geeigneter wären.
Der Wortwechsel fällt in eine Phase des Übergangs: Von der Lippe wird sein Amt im Februar 2026 niederlegen, sein Nachfolger Nils von der Kall übernimmt dann die Führung der Mediengruppe. Die Wahl der Nobelpreis-Jury für Machado lenkt indes den Blick auf die anhaltenden politischen Konflikte in Venezuela – und weniger auf Trumps vermeintliche Verdienste.
Am Ende erhielt Machado die Auszeichnung, während Trump leer ausging. Von der Lippes Kritik spiegelt die grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten wider, wer für Friedensbemühungen globale Anerkennung verdient. Sein Abschied von der Zeit markiert zugleich das Ende einer Ära für das Unternehmen.






