Revolutionäre Verpackungen: Wie Elopak, Henkel & Co. Kunststoffe nachhaltig ersetzen
Serpil MendeRevolutionäre Verpackungen: Wie Elopak, Henkel & Co. Kunststoffe nachhaltig ersetzen
Führende Hersteller bringen neue nachhaltige Verpackungslösungen auf den Markt, die Treibhausgasemissionen reduzieren sollen – ohne dabei Kompromisse bei der Leistung einzugehen. Zu den neuesten Entwicklungen zählen biozirkuläre Polymere, recycelte Materialien sowie ein direkter Ersatz für herkömmliche erdölbasierte Kunststoffe. Unternehmen wie Elopak, Henkel und Dow setzen diese Innovationen bereits bei Alltagsprodukten ein.
Elopak, Orkla Home and Personal Care und Dow haben Kartonverpackungen eingeführt, die aus einer Mischung von recyceltem Polyethylen und biozirkulären Polymeren bestehen. Die neue Materialkombination setzt sich aus 30 Prozent mechanisch recyceltem Kunststoff und 70 Prozent biobasierten Rohstoffen zusammen, die aus Abfällen wie Rückständen der Pflanzenölverarbeitung gewonnen werden. Diese Lösung ist Teil des erweiterten Angebots von Elopak und ermöglicht Kunden, in allen Verpackungen auf die nachhaltige Variante umzusteigen.
Die CirculenRenew-Produktpalette von LyondellBasell, die nach dem Mass-Balance-Ansatz hergestellt wird, treibt diese Innovationen voran. Das Unternehmen gibt an, dass seine CirculenRenew-Polypropylen(PP)-Sorten den CO₂-Fußabdruck im Vergleich zu erdölbasiertem PP um bis zu 44 Prozent senken. Das Material bietet dabei die gleiche Leistung wie herkömmliche Kunststoffe, verursacht jedoch bei der Produktion deutlich weniger CO₂-Emissionen.
Unterdessen haben Henkel und LyondellBasell gemeinsam einen Kunststoffkäfig auf Basis nachwachsender Rohstoffe für die WC Frisch/Bref-Toilettenrandsteine von Henkel entwickelt. Beide Unternehmen werden ihre nachhaltigen Lösungen auf der K 2025, der internationalen Kunststoff- und Kautschukmesse in Düsseldorf, präsentieren, die vom 8. bis 15. Oktober stattfindet.
Ebenfalls vorangetrieben wird die Entwicklung durch INEOS Olefins & Polymers im französischen Lavera: Das Werk hat bereits die ersten Lieferungen von Pyrolyseöl erhalten, das zur Herstellung recycelter Polymere genutzt wird und so das Angebot an nachhaltigen Materialien für die Industrie weiter ausbaut.
Der Umstieg auf biozirkuläre und recycelte Materialien gewinnt an Fahrt, da immer mehr Markenhersteller diese Alternativen für Alltagsprodukte übernehmen. Die neuen Lösungen erfüllen dieselben Leistungsstandards wie herkömmliche Kunststoffe, reduzieren jedoch die Emissionen deutlich. Bereits jetzt sind die Materialien in Verpackungen und Haushaltsartikeln zu finden – eine breitere Branchenakzeptanz wird in naher Zukunft erwartet.






