19 March 2026, 16:40

Gericht gibt grünes Licht für Windkraftanlage trotz Protesten von Drachenseglern

Große weiße und orangefarbene Windkraftanlage auf einem Schotterfeld mit Bäumen und einem Turm im Hintergrund, Teil des Wien Energie-Projekts in Deutschland.

Paragliding Club Fails in Lawsuit Against Wind Turbine in North Rhine-Westphalia - Gericht gibt grünes Licht für Windkraftanlage trotz Protesten von Drachenseglern

Ein Paragliding- und Drachensegler-Club in Nordrhein-Westfalen hat den Rechtsstreit gegen eine geplante Windkraftanlage im Hochsauerlandkreis verloren. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) wies den Eilantrag des Vereins ab und urteilte, dass das Projekt seine Aktivitäten nicht gefährde.

Der Club hatte argumentiert, die rund 550 Meter vom Startplatz entfernte Anlage berge erhebliche Sicherheitsrisiken. Die Struktur würde nach seinen Angaben unzumutbare Einschränkungen für den Flugbetrieb mit sich bringen und Piloten gefährden.

Das Gericht sah dies anders: Es fand keine Belege dafür, dass die Windkraftanlage den Verein zur Schließung zwingen würde. Die Richter verwiesen darauf, dass Flüge bei Windgeschwindigkeiten unter 20 km/h mit nur minimalen Beeinträchtigungen möglich seien. Zudem bestätigte das OVG, dass der Club im Planungsverfahren ordnungsgemäß angehört worden war.

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Der Fall spiegelt die allgemeinen Spannungen in der Region wider. Bis März 2026 sind rund 150 weitere Windräder in der Nähe von Paragliding- und Drachensegler-Gebieten – etwa im Sauerland oder Bergischen Land – geplant oder bereits im Bau. Bestehende Projekte wie die 15 Anlagen am Biggesee seit 2023 haben bereits zu dauerhaften Sperrungen von Start- und Landezonen sowie zu verkürzten Betriebszeiten wegen Turbulenzen und Sicherheitsbedenken geführt.

Mit dem Urteil kann der Windpark wie vorgesehen realisiert werden. Die Entscheidung schafft zudem einen Präzedenzfall für ähnliche Konflikte in Nordrhein-Westfalen, wo der Ausbau der Windenergie weiterhin mit lokalen Luftsportaktivitäten kollidiert. Betroffene Vereine müssen künftig mit weiteren Einschränkungen rechnen, sobald zusätzliche Anlagen entstehen.

Quelle