19 March 2026, 20:33

Hamburgs Bürgerbegehren will Klimaneutralität bis 2040 erzwingen

Große Gruppe von Menschen geht die Straße entlang mit Schirmen, einige tragen Taschen und halten Schilder, während sie an einem Klimastreik in Deutschland teilnehmen.

Kulturelle Szene setzt sich für Klimaneutralität bis 2040 ein - Hamburgs Bürgerbegehren will Klimaneutralität bis 2040 erzwingen

Bürgerbegehren "Hamburgs Zukunftsentscheid" fordert strengere Klimaregeln

Die Bürgerinitiative Hamburgs Zukunftsentscheid setzt sich für schärfere Klimavorgaben in der Stadt ein. Die Gruppe will, dass Hamburg bereits bis 2040 klimaneutral wird – fünf Jahre früher als bisher geplant. Ihr Vorschlag umfasst jährliche CO₂-Obergrenzen, sektorspezifische Ziele und verbindliche Maßnahmen, falls die Vorgaben verfehlt werden.

Über 80 Künstler:innen und Kulturschaffende unterstützen die Kampagne und haben einen offenen Brief unterzeichnet. Große Institutionen wie das Schauspielhaus Hamburg oder die Hamburger Kunsthalle haben die Initiative jedoch bis zum Abstimmungstermin noch nicht offiziell befürwortet.

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Kernpunkt: Überarbeitung des Hamburger Klimaschutzgesetzes Das Bürgerbegehren zielt darauf ab, das bestehende Klimaschutzgesetz der Stadt zu reformieren. Dem Plan zufolge würde Hamburg jährliche CO₂-Höchstemissionen festlegen, unterteilt nach Sektoren. Bei Verzögerungen sollen Notfallmaßnahmen greifen, um die Ziele doch noch zu erreichen. Das übergeordnete Ziel: vollständige Klimaneutralität bis 2040 – und damit eine Beschleunigung gegenüber dem aktuellen Fahrplan bis 2045.

Ein zentrales Anliegen der Initiative ist soziale Gerechtigkeit. Mieter:innen sollen nicht durch energetische Sanierungen mit hohen Kosten belastet werden. Stattdessen sollen Vermieter:innen über staatliche Förderprogramme finanziell entlastet werden.

Kulturelle Institutionen halten sich zurück – Prominente unterstützen die Forderung Obwohl die Kampagne Aufmerksamkeit erregt, hat bis zum Abstimmungstermin keine große Kultureinrichtung offiziell Stellung bezogen. Theater wie das Schauspielhaus, Kampnagel, das Ernst-Deutsch-Theater oder die Hamburger Kunsthalle haben weder konkrete Unterstützung zugesagt noch spezifische Aktionen angekündigt. Dennoch haben bekannte Schauspieler:innen und Regisseur:innen wie Mirco Kreibich, Pheline Roggan und Barbara Nüsse einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie die Stadt auffordern, den Plan umzusetzen.

Entscheidung am 12. Oktober: Hamburg stimmt ab Die Hamburger Bürger:innen entscheiden am 12. Oktober in einer Volksabstimmung, ob die strengeren Klimaregeln Gesetz werden.

Ausgang der Abstimmung entscheidet über Tempo der Klimawende Falls das Begehren angenommen wird, treten verbindliche Jahresziele, sektorspezifische Grenzen und finanzielle Absicherungen für Mieter:innen und Vermieter:innen in Kraft. Der Erfolg der Initiative hängt maßgeblich von der öffentlichen Unterstützung ab – während große Institutionen bisher offiziell neutral bleiben.

Quelle