Hitlers Mercedes 770 bleibt unversteigert – trotz sieben Millionen Dollar
Gaby WernerHitlers Mercedes 770 bleibt unversteigert – trotz sieben Millionen Dollar
Ein seltener Mercedes-Benz 770, der einst Adolf Hitler gehörte, ist unter den Hammer gekommen. Das Paradefahrzeug aus dem Jahr 1939, das speziell für den NS-Diktator angefertigt wurde, wurde von Worldwide Auctioneers versteigert. Die Gebote stiegen auf sieben Millionen US-Dollar, doch der Verkäufer lehnte das Angebot ab.
Das Fahrzeug ist eines von nur 88 jemals gebauten Modellen des Mercedes-Benz 770 (W 150). Angetrieben von einem 7,7-Liter-Reihenchmotor mit 230 PS, wog es bis zu fünf Tonnen und war sechs Meter lang. Bei Paraden wurde seine Geschwindigkeit auf 80 km/h begrenzt.
Hitler nutzte diesen Wagen zwischen 1939 und 1943, oft für die Beförderung ausländischer Staatschefs. 1940 fuhr er damit gemeinsam mit Benito Mussolini durch München. Später war das Fahrzeug bei einer Siegparade in Berlin zu sehen. Das Modell wurde nach seinen Vorgaben modifiziert, mit einer verstärkten Windschutzscheibe und gepanzerten Seitenteilen.
Ursprünglich kostete die viertürige Version 44.000 Reichsmark, die Siebensitzer-Variante 47.500 Reichsmark – heute wären das etwa 182.000 bis 196.000 Euro. Nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmten alliierte Truppen das Auto und brachten es in die USA, wo es seither in exzellentem Zustand blieb.
Experten hielten das Gebot von sieben Millionen Dollar für angemessen und schätzten den Wert des Fahrzeugs auf sieben bis neun Millionen US-Dollar. Die Versteigerung endete ohne Verkauf, nachdem der Besitzer das höchste Angebot abgelehnt hatte. Der Wagen bleibt eines der wenigen erhaltenen Exemplare aus Hitlers maßgeschneiderter Paradeflotte. Seine historische Bedeutung und Seltenheit ziehen weiterhin Sammler und Historiker in ihren Bann.






