10 May 2026, 06:29

KiBiz-Reform in NRW: Mehr Personal, aber Streit um Kosten und Betreuungszeiten

Plakat der Nationalen Kinderarbeitskommission, das eine US-Karte und den Text "Why? Two Million Child Workers Under Sixteen Years Today" zeigt, mit mehreren illustrierten Gesichtern, die Kommissionsmitglieder darstellen.

KiBiz-Reform in NRW: Mehr Personal, aber Streit um Kosten und Betreuungszeiten

Nordrhein-Westfalen will noch in diesem Jahr das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) reformieren. Die überarbeitete Regelung zielt darauf ab, die Betreuungszuverlässigkeit durch mehr Personal und ein neues Finanzierungsmodell zu verbessern. Doch bereits jetzt gibt es Kritik von Eltern und Kommunen – vor allem wegen der Kosten und der geplanten Betreuungszeiten.

Die Landesregierung und die Kita-Träger haben sich auf zentrale Änderungen verständigt. Ab August 2027 müssen Kinder mindestens fünf Stunden täglich von qualifizierten Erzieherinnen und Erziehern betreut werden. Außerhalb dieser Kernzeiten dürfen auch andere Fachkräfte wie Sozialpädagog:innen oder Heilpädagog:innen einspringen, was größere Gruppengößen ermöglicht.

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Zudem soll Bürokratie abgebaut und die Betreuung in Kern- und Randzeiten aufgeteilt werden. Das Land stellt jährlich 200 Millionen Euro zusätzlich bereit, davon 50 Millionen speziell für neues Personal. Freiwillig fließen im kommenden Jahr weitere 200 Millionen Euro, um den Trägern die Umstellung zu erleichtern.

Trotz der finanziellen Aufstockung halten die Kommunen die Mittel für unzureichend. Auch Eltern und Gewerkschaften kritisieren das Kernzeiten-Modell. Familienministerin Josefine Paul (Grüne) bezeichnete die Einigung hingegen als „wichtigen Schritt nach vorn“ und betonte den Fortschritt im Reformprozess.

Die novellierte Fassung des Gesetzes soll im nächsten Jahr vom Landtag beschlossen werden. Bei einer Verabschiedung treten die Änderungen im August 2027 in Kraft. Die Reform sucht einen Ausgleich zwischen besserer Betreuungsqualität und finanzieller Unterstützung – doch die Streitfragen um Finanzierung und Personal bleiben vorerst ungeklärt.

Quelle