19 March 2026, 16:40

NRW-Schulen bleiben trotz ÖPNV-Streik geöffnet – Eltern in der Zwickmühle

Plakat mit fetter schwarzer Schrift "Schulgeschwindigkeit 25 bei Kindern" auf weißem Hintergrund.

NRW-Schulen bleiben trotz ÖPNV-Streik geöffnet – Eltern in der Zwickmühle

Schulen in Nordrhein-Westfalen bleiben trotz Warnstreik im ÖPNV am Freitag geöffnet

Obwohl der öffentliche Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen am Freitag weitreichend bestreikt wird, bleiben die Schulen im Land geöffnet. Die Behörden betonen, dass die Schulpflicht weiterhin besteht – für viele Eltern beginnt damit die hektische Suche nach Alternativen, um ihre Kinder sicher zur Schule zu bringen. Die Entscheidung sorgt für Diskussionen, da zahlreiche Familien vor erheblichen logistischen Problemen stehen.

Das Bildungsministerium des Landes lässt keinen Zweifel: Unterricht von zu Hause aus ist während des Streiks keine Option. Selbst wenn Verkehrsausfälle angekündigt sind, müssen Schülerinnen und Schüler persönlich im Unterricht erscheinen. Diese Regelung wird in Nordrhein-Westfalen strikt durchgesetzt – anders als in Brandenburg oder Berlin, wo bei unüberwindbaren Anreiseproblemen Fehlzeiten entschuldigt oder Eltern selbst entscheiden dürfen.

In Bielefeld hat der Verkehrsbetrieb MoBiel zugesagt, Schulverbindungen während des Streiks am Freitag priorisiert zu bedienen. Doch nicht alle Familien können darauf bauen. Viele Haushalte verfügen über kein eigenes Auto, sind Alleinerziehende oder gehen einer Vollzeitbeschäftigung nach – da gestaltet sich der Schulweg oft als große Hürde. Einige Eltern fordern daher vorübergehend digitalen Unterricht, um den Kindern eine strukturierte Beschulung zu ermöglichen und gleichzeitig die organisatorischen Schwierigkeiten zu umgehen.

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An der Bielefelder Gesamtschule Rosenhöhe wurde zwar über Fernunterricht für die höheren Jahrgänge nachgedacht, doch letztlich abgelehnt – zumindest für die Schülerinnen und Schüler ab der achten Klasse. Da es keine Ausnahmen gibt, stehen Eltern nun vor schwierigen Entscheidungen: Sie müssen Arbeitszeiten umorganisieren, Fahrgemeinschaften bilden oder riskieren, dass ihre Kinder unentschuldigt fehlen.

Der Streik zeigt, wie sehr Familien belastet werden, wenn der Verkehr zum Erliegen kommt, die Schulen aber geöffnet bleiben. Zwar könnten MoBiels Bemühungen etwas Entlastung bringen, doch für viele bleibt es eine Herausforderung, die Anwesenheit ihrer Kinder zu gewährleisten. Nordrhein-Westfalen bleibt indes hart: Die Schulpflicht ist nicht verhandelbar – unabhängig von den Umständen.

Quelle