23 March 2026, 06:32

Sechs Pioniere kämpfen um den Innovationspreis für CO₂-Nutzung 2026

Balkendiagramm, das die jährlichen CO2-Emissionen in Deutschland aus verschiedenen Jahren zeigt, wobei die Balkenhöhe die Emissionshöhe darstellt.

Sechs Pioniere kämpfen um den Innovationspreis für CO₂-Nutzung 2026

CO₂-basierte Kraftstoffe und Chemikalien-Konferenz 2026: Innovationen für eine klimaneutrale Zukunft

Vom 28. bis 29. April 2026 versammelt die CO₂-Based Fuels and Chemicals Conference 2026 Branchenführer in Köln und online. Sechs innovative Unternehmen konkurrieren um den Innovationspreis "Beste CO₂-Nutzung 2026" und präsentieren bahnbrechende Technologien, die Kohlendioxid in wertvolle Kraftstoffe und Materialien verwandeln.

Nur einer der Nominierten, Aerleum aus Frankreich, vertritt die EU – die übrigen Finalisten stammen aus Nordamerika und anderen Regionen.

Die Konferenz zeigt vielfältige Ansätze zur CO₂-Umwandlung: von elektrochemischen Verfahren bis hin zu integrierten Systemen, die Abscheidung und Synthese kombinieren. Frühere Preisträger haben bereits das Potenzial CO₂-basierter Produkte unter Beweis gestellt, darunter Batteriematerialien, Kohlenstoffnanoröhrchen und Polyurethane.

Die Nominierten 2026 im Überblick:

CYNio (Deutschland) stellt ein einzigartiges Verfahren zur Herstellung von Spezial-Isocyanaten vor – Schlüsselsubstanzen für Klebstoffe, Beschichtungen und Pharmazeutika. Die Methode ermöglicht eine sichere, nachhaltige und flexible Produktion.

ICODOS (Deutschland) bietet eine patentierte Hybridtechnologie für die kostengünstige Herstellung von E-Methanol. Das System verbindet CO₂-Abscheidung mit Methanolsynthese und nutzt schwankende Solar- und Windenergie. Der modulare Aufbau erleichtert Transport und Skalierung.

Das kanadische Unternehmen CERT Systems filtert CO₂ direkt aus der Atmosphäre und wandelt es in Ethylen um – einen Grundstoff für nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF) und andere "Drop-in"-Materialien. Ihr Air-to-Chemicals-Verfahren soll die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen verringern.

In den USA hat OCOchem den FluX-Elektrolyseur 400 entwickelt, der abgetrenntes CO₂ und Wasser in Ameisensäure oder Kaliumformiat umwandelt. Das System setzt auf großflächige Elektrolysezellen mit speziellen Elektroden für eine effiziente Umwandlung.

Das französische Unternehmen Aerleum überzeugt mit seiner Direct-Carbon-Utilisation-Technologie, die atmosphärisches oder industrielles CO₂ in E-Methanol umwandelt – einen vielseitigen Kraft- und Chemierohstoff für Luftfahrt, Schifffahrt und nachhaltige Industrieproduktion.

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Die nominierten Lösungen spiegeln den wachsenden Trend wider, CO₂ von einem Abfallprodukt zu einer wertvollen Ressource umzudeuten. Die Gewinner werden während der Konferenz bekannt gegeben – ihre Technologien könnten die industrielle Produktion der Zukunft prägen. Die Veranstaltung unterstreicht die globalen Bestrebungen, skalierbare und klimafreundliche Alternativen zu fossilen Brenn- und Grundstoffen zu entwickeln.

Quelle