19 March 2026, 14:46

Vonovia wächst 2025 mit Rekordgewinnen – doch Mietpreise sorgen für Streit

Schwarze und weiße Architekturdarstellung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, beschriftet als erstes Haus Deutschlands, begleitet von detaillierten Bauplänen und Text.

Vonovia auf Wachstumskurs - Schulden schneller reduzieren - Vonovia wächst 2025 mit Rekordgewinnen – doch Mietpreise sorgen für Streit

Vonovia, Deutschlands größter Vermieter, meldet starkes Wachstum für 2025

Das Unternehmen verzeichnete einen deutlichen Anstieg der Erträge, getrieben durch höhere Mieten und Immobilienverkäufe. Gleichzeitig sieht sich der Konzern mit Kritik an steigenden Mietpreisen und ehrgeizigen Expansionsplänen konfrontiert.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) stieg 2025 um 6,0 % auf 2,8 Milliarden Euro. Auch der bereinigte Nettogewinn legte um 5,3 % zu und erreichte 1,54 Milliarden Euro. Dieses Wachstum resultiert aus höheren Mieteinnahmen, zusätzlichen Dienstleistungen sowie dem Verkauf von 2.333 Wohnungen im Laufe des Jahres.

Die durchschnittlichen Monatsmieten im Bestand von Vonovia erhöhten sich um 4,6 % auf 8,38 Euro pro Quadratmeter. Der Deutsche Mieterbund warf dem Unternehmen daraufhin "drastische Mietsteigerungen" vor und forderte bundesweit strengere Mieterschutzregelungen.

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Um die Schulden schneller abzubauen, plant Vonovia, in den kommenden Jahren jährlich zwischen 3.000 und 3.500 Wohnungen zu veräußern. Gleichzeitig erweitert der Konzern seinen Wohnungsbestand: Aktuell befinden sich 4.200 neue Wohnungen im Bau. Langfristig sollen auf eigenen Flächen über 65.000 zusätzliche Wohnungen entstehen.

Ende 2025 besaß Vonovia rund 531.000 Wohnungen in Deutschland, Schweden und Österreich mit einem Marktwert von 84,4 Milliarden Euro. Zudem erhöhte das Unternehmen seine Belegschaft um 5,4 % auf 12.700 Mitarbeiter. Die Aktionäre profitieren von einer Dividendenerhöhung um drei Cent auf 1,25 Euro pro Aktie.

Die Finanzzahlen für 2025 zeigen: Vonovia steigerte Gewinne und Mieteinnahmen und setzt auf weiteres Wachstum. Die Strategie umfasst den Verkauf von Immobilien zur Schuldenreduzierung bei gleichzeitiger Ausweitung des Wohnungsbaus. Doch die steigenden Mieten stoßen bei Mieterverbänden auf Kritik, die schärfere gesetzliche Vorgaben fordern.

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