Adobe übernimmt Semrush: Bundeskartellamt genehmigt Milliarden-Deal ohne Auflagen
Joseph HölzenbecherAdobe übernimmt Semrush: Bundeskartellamt genehmigt Milliarden-Deal ohne Auflagen
Bundeskartellamt gibt grünes Licht für Adobes Übernahme von Semrush
Das deutsche Bundeskartellamt hat die Übernahme des Analyseunternehmens Semrush durch Adobe genehmigt. Der Deal im Wert von über 400 Millionen Euro folgte einer Prüfung möglicher Bedenken hinsichtlich marktbeherrschender Stellungen. Die Wettbewerbsbehörde kam zu dem Schluss, dass der Wettbewerb in der Branche trotz der Fusion weiterhin intakt bleibe.
Adobe, bekannt für seine Kreativsoftware wie Photoshop und die Plattform Adobe Experience Manager, hatte die Pläne zur Übernahme von Semrush Anfang dieses Jahres bekannt gegeben. Mit dem Schritt will das Unternehmen seine Position im Bereich Answer Engine Optimization (AEO) stärken – einem wachsenden Feld, das sich auf die Verbesserung der Sichtbarkeit von Inhalten in KI-gestützten Suchtools konzentriert.
Die Wettbewerbshüter untersuchten genau, ob die Übernahme den Wettbewerb in den Bereichen AEO und Content-Management einschränken könnte. Ihre Analyse ergab jedoch kein Risiko für eine Marktverengung und betonte, dass Unternehmen weiterhin ausreichend Alternativen zur Verfügung stünden. Semrush selbst hat sein Angebot kürzlich erweitert und Tools eingeführt, die die Markenpräsenz in KI-Chats wie ChatGPT und Gemini erhöhen sollen.
Die Übernahme ist Teil von Adobes Strategie, über klassische Kreativsoftware hinauszuwachsen. Zwar wurde der Deal nun genehmigt, doch liegen bisher keine Daten vor, die messbare Veränderungen in Adobes Marktanteilen oder Wettbewerbsposition in den Bereichen AEO oder Content-Management seit der Ankündigung belegen.
Die Fusion kann nun ohne Auflagen vollzogen werden. Semrushs Expertise in Online-Sichtbarkeit und Adobes etabliertes Software-Ökosystem sollen unter der neuen Führung zusammengeführt werden. Die Entscheidung bestätigt, dass die Behörde keine unmittelbare Gefahr für den Wettbewerb in der sich wandelnden digitalen Marketinglandschaft sieht.






