Astragon Development gründet Betriebsrat nach Start von Seafarer: The Ship Sim
Joseph HölzenbecherAstragon Development gründet Betriebsrat nach Start von Seafarer: The Ship Sim
Astragon Development, eines der traditionsreichsten deutschen Spieleentwicklerstudios, hat in seiner Niederlassung in Hamm einen Betriebsrat gegründet. Der Schritt erfolgt kurz nach dem Start der Early-Access-Phase von Seafarer: The Ship Sim, dem bislang ehrgeizigsten Projekt des Unternehmens. Diese Entwicklung spiegelt zudem einen branchenweiten Trend wider: In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Zahl der Arbeitnehmervertretungen in der Spieleindustrie mehr als verdoppelt.
Das Studio, ursprünglich unter dem Namen Independent Arts bekannt, wurde im Mai 2025 von der Astragon Group übernommen. Fast zwei Jahre später erfolgte die Umfirmierung in Astragon Development. Das Team mit Sitz in Hamm ist auf Simulationsspiele spezialisiert, darunter Titel wie Police Simulator und Firefighting Simulator: Ignite.
Seafarer: The Ship Sim startete am 7. Oktober in die Early-Access-Phase und ist zum Preis von 24,99 Euro erhältlich. Die Entwicklung des Spiels wurde mit 1,8 Millionen Euro aus dem Bundesförderprogramm für Computerspiele unterstützt. Kurz nach dem Release gründeten die Mitarbeiter:innen einen dreiköpfigen Betriebsrat, um ihre Interessen zu vertreten.
Die Astragon Group selbst wurde Anfang 2022 Teil der britischen Everplay Group und zählt heute zu den drei größten Arbeitgebern in der Spielebranche Nordrhein-Westfalens.
Die Einrichtung des Betriebsrats bei Astragon Development markiert einen weiteren Schritt in der Entwicklung des Studios unter dem Dach des Mutterkonzerns. Während Seafarer: The Ship Sim nun in der Early-Access-Phase ist, bleibt das Team weiter auf Simulationsspiele fokussiert. Der Anstieg der Arbeitnehmervertretungen in der deutschen Spieleindustrie deutet auf wachsende Bestrebungen hin, den Dialog am Arbeitsplatz zu formalisieren.






