19 March 2026, 10:48

Bayerische Städte ersetzen Ampelmännchen durch kulturelle Symbole – doch nicht alle sind begeistert

Eine Gruppe von Menschen in traditioneller bayrischer Tracht, die Musikinstrumente spielen und durch eine Straße marschieren, die von Gebäuden, Pflanzen und einem Namensschild gesäumt ist, mit einem Hügel und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Wenn es grün ist, hoppeln Sie weiter - besondere Ampelmotive im Aufwind - Bayerische Städte ersetzen Ampelmännchen durch kulturelle Symbole – doch nicht alle sind begeistert

Bayerische Städte tauschen Standard-Ampelmännchen gegen kulturelle Motive aus

Mehrere bayerische Städte haben herkömmliche Fußgängerampeln durch Entwürfe ersetzt, die von regionaler Kultur inspiriert sind. Vom Feldhasen Albrecht Dürers in Nürnberg bis zur knödelwerfenden Frau in Deggendorf sollen die neuen Signale den Straßen mehr Charakter verleihen. Doch nicht alle Behörden unterstützen diesen kreativen Ansatz.

Nürnberg machte den Anfang und installierte eine Ampel mit Dürers berühmten Feldhasen – ohne vorher die Zustimmung der Landesregierung einzuholen. Die Stadt trägt nun die volle Verantwortung für den Betrieb und mögliche Vorfälle im Zusammenhang damit.

Augsburg setzte zwar eine Kasperl-Figur in der Nähe seines Theaters durch, allerdings erst nach einer Sondergenehmigung durch die Regierung von Schwaben. Hof hingegen erhielt zunächst eine Absage für seinen Entwurf eines Wärschtlamo-Wurstverkäufers. Die örtliche SPD-Fraktion übernahm später die Kosten von 3.000 Euro, sodass das Projekt doch noch realisiert werden konnte.

Andere Städte haben den Trend mit eigenen Ideen aufgegriffen. München verfügt mittlerweile über drei Pumuckl-Ampeln, Straubing zeigt Bruder Straubinger, und in Dachau tragen die Figuren traditionelle bayerische Tracht. Aufgrund der positiven Resonanz plant Dachau weitere thematische Ampeln – jede Schablone und jedes Design kostet etwa 300 Euro.

Doch nicht alle sind begeistert. Das bayerische Innenministerium spricht sich gegen individuelle Ampelmotive aus und argumentiert, dass standardisierte Designs für sofortige Erkennbarkeit und Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer sorgen.

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Der Trend zu kulturell geprägten Ampeln hält in Bayern an – trotz gemischter Reaktionen seitens der Behörden. Während Städte wie Dachau und Hof ihre Sammlungen erweitern, kämpfen andere um Genehmigungen. Die Debatte zwischen lokaler Identität und Verkehrssicherheit bleibt vorerst ungelöst.

Quelle