Deutsche Bahn modernisiert S11-Strecke: Vollsperrung und Ersatzverkehr ab 2026
Joseph HölzenbecherDeutsche Bahn modernisiert S11-Strecke: Vollsperrung und Ersatzverkehr ab 2026
Deutsche Bahn modernisiert wichtige Pendlerstrecke zwischen Köln und Bergisch Gladbach mit digitaler Signaltechnik
Die Deutsche Bahn (DB) rüstet eine der wichtigsten Pendlerstrecken zwischen Köln und Bergisch Gladbach mit moderner Signaltechnik aus. Das 85-Millionen-Euro-Projekt soll die Zuverlässigkeit der Verbindung deutlich verbessern, erfordert jedoch erhebliche Einschränkungen – darunter eine dreimonatige Vollsperrung im Jahr 2026. Für Pendler werden Ersatzverkehr mit Bussen sowie ein neues Fahrradleihsystem angeboten.
Die Bauarbeiten beginnen am 10. April 2026, wenn die DB InfraGO mit der Modernisierung der Signalanlagen entlang der S-Bahn-Linie S11 zwischen Köln-Mülheim und Bergisch Gladbach startet. Bis zum 3. Juli 2026 ersetzen dann Schienenersatzverkehrs-Busse (SEV) mit den Bezeichnungen SEV S11A und SEV S11B den regulären Zugbetrieb. Zudem sind nächtliche Bauarbeiten zwischen dem 7. August und dem 4. September geplant.
Weitere Sperrungen sind für 2027 vorgesehen: Eine dreimonatige Vollsperrung findet vom 9. Juli bis zum 15. Oktober statt, zusätzlich gibt es eine einwöchige Unterbrechung vom 7. bis 14. Mai. Zu den Aufrüstungsmaßnahmen gehören die Installation digitaler Stellwerkstechnik sowie zusätzlicher Weichen, um Verspätungen zu reduzieren und die Taktfrequenz zu erhöhen.
Radpendler erhalten Unterstützung während der Bauphase Um Pendler während der Einschränkungen zu entlasten, weisen die Städte Bergisch Gladbach und Köln ab dem 10. April 2026 die Radpendlerroute 2 zwischen beiden Städten aus. Grüne Hinweisschilder und temporäre Aufkleber an bestehenden Radwegen zeigen die Strecke in beide Richtungen an. Langfristig soll daraus eine hochwertige, leistungsfähige Radverbindung entstehen.
Zudem startet während der Sperrung ein neues Fahrradleihsystem namens "S11-Bike". Der unabhängige Service soll Pendler dazu motivieren, während der Zugausfälle auf das Rad umzusteigen. Ziel des Signalprojekts ist es, die Strecke langfristig für das europäische Zugsicherungssystem ETCS vorzubereiten, das künftig von einem neuen Stellwerk in der Nähe des Bahnhofs Köln-Mülheim gesteuert wird.
Investition in die Zukunft: Mehr Zuverlässigkeit trotz vorübergehender Einschränkungen Die 85 Millionen Euro fließen in digitale Spitzen-Technologie für eine der meistgenutzten Pendlerstrecken der Region. Zwar bedeutet der Umbau vorübergehend Umstellungen für Fahrgäste, doch die Modernisierung soll langfristig einen zuverlässigeren und effizienteren Betrieb ermöglichen. Während der Bauphase stehen Ersatzbusse, verbesserte Radwege und das neue Fahrradleihsystem zur Verfügung.






