Doppelmörder wegen Raubmords an 65-Jähriger und weiterer Bluttat verurteilt
Gaby WernerUrteil im Fall der Tötung eines 51-Jährigen auf der Halbinsel Höri am Bodensee Endgültig - Doppelmörder wegen Raubmords an 65-Jähriger und weiterer Bluttat verurteilt
Ein Mann ist wegen des Mordes an einer 65-jährigen Frau im Jahr 2021 verurteilt worden, deren Leiche fast ein Jahr später in einem deutschen Wald gefunden wurde. Der Beschuldigte, der bereits wegen eines anderen Tötungsdelikts eine Haftstrafe verbüßt, wurde im Juni 2024 in seiner Heimatstadt Kleve in Nordrhein-Westfalen festgenommen. Die Ermittler gehen von Raub als Tatmotiv aus.
Das Opfer, eine 65-jährige Frau aus Schwaikheim, wurde offiziell im Mai 2025 als vermisst gemeldet. Ihre Leiche wurde am 8. März 2026 in einem Waldgebiet zwischen Winnenden und Korb im Rems-Murr-Kreis entdeckt. Sie war bereits etwa zehn Monate tot, bevor sie gefunden wurde.
Der Angeklagte saß bereits wegen eines anderen Mordfalls in Untersuchungshaft. Im Juni 2019 hatte er auf der Halbinsel Höri einen 51-jährigen Mann getötet, indem er ihm mit schweren, ringbewehrten Schlägen ins Gesicht und auf den Oberkörper mehrfach zugesetzt hatte. Das Opfer starb zwei Tage nach dem Angriff, und der Täter beseitigte anschließend die Leiche, die jahrelang verschollen blieb.
Die Staatsanwaltschaft führte aus, dass der Mord von 2021 aus dem Wunsch heraus begangen wurde, Geld und Wertsachen zu stehlen. Die Festnahme des Verdächtigen in Kleve erfolgte drei Jahre nach der Tat.
Die Verurteilung folgt auf umfangreiche Ermittlungen zu beiden Tötungsdelikten. Der Angeklagte muss sich nun für zwei getrennte Morde verantworten, wobei in beiden Fällen Hinweise auf gewaltsame Raubtaten vorliegen. Die Familie des Opfers erhielt fast ein Jahr nach ihrem Verschwinden Gewissheit über ihr Schicksal.