21 March 2026, 02:30

Heidelberg Materials profitiert von Netanjahus Iran-Äußerungen und Rekordgewinnen

Ein Balkendiagramm, das die europäischen Kunststoffmärkte im Jahr 2017 veranschaulicht und von begleitendem Text ergänzt wird.

Heidelberg Materials profitiert von Netanjahus Iran-Äußerungen und Rekordgewinnen

Heidelberg Materials verzeichnet starken Kursanstieg nach Netanjahus Äußerungen zu Iran

Die Aktie von Heidelberg Materials hat nach den Aussagen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, die die Spannungen um Irans militärische Fähigkeiten verschärften, deutlich zugelegt. Der Baustoffkonzern, einer der besten Werte im DAX, meldete zudem Rekordgewinne – trotz rückläufiger Absatzmengen. Kostensenkungen und die Sicherung der Energieversorgung haben die Position des Unternehmens in einem volatilen Markt weiter gestärkt.

Der Kurs des Unternehmens stieg nach Netanjahus Äußerungen um etwa 3,5 Prozent, liegt aber weiterhin rund ein Drittel unter dem Höchststand von Ende Januar. Zudem notiert die Aktie etwa 17 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Eine Analyse der Morgan Stanley trieb den Kurs zusätzlich nach oben, indem sie Bedenken hinsichtlich möglicher Änderungen im EU-Emissionshandelssystem zerstreute und die Bewertung der Aktie als attraktiv einstuft.

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Heidelberg Materials steigerte den Gewinn aus laufender Geschäftstätigkeit um 6 Prozent auf den Rekordwert von 3,4 Milliarden Euro – trotz sinkender Absatzmengen. Möglich wurde dies durch strenge Preiskontrollen und Kostensenkungen. Die "Transformation Accelerator Initiative" des Unternehmens hat bereits 380 Millionen Euro eingespart; bis Ende 2026 sollen es 500 Millionen Euro sein.

Um die Stabilität zu erhöhen, hat das Unternehmen seit Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 seine Geschäfte in geopolitisch riskanten Regionen reduziert. 2023 verkaufte es Standorte in Israel und Jordanien und bezieht nun mehr Rohstoffe aus Europa und Nordamerika. Bis 2026 sollen die Lieferketten für Schlüsselrohstoffe wie Klinker und Gesteinskörnungen widerstandsfähiger werden, sodass Spannungen im Nahen Osten keine größeren Störungen verursachen.

Zudem hat Heidelberg Materials bereits etwa die Hälfte seines Energiebedarfs für 2026 gesichert und sich so gegen Schwankungen der Ölpreise abgesichert. Allerdings zwang die schwache Bautenachfrage in Deutschland das Unternehmen zur endgültigen Schließung seines Zementwerks in Paderborn, wovon 53 Mitarbeiter betroffen sind. Gleichzeitig läuft ein drittes Aktienrückkaufprogramm, wobei die zweite Tranche über 400 Millionen Euro bereits abgeschlossen wurde.

Der vollständige Jahresbericht, der am 26. März erwartet wird, wird detaillierte Zahlen zu Nachhaltigkeitsinvestitionen und weiteren Fortschritten bei der Kostensenkung enthalten.

Heidelberg Materials festigt seine finanzielle Position weiterhin durch Kostendisziplin, Energiesicherheit und strategische Desinvestitionen. Der anstehende Jahresbericht wird weitere Schritte in Sachen Nachhaltigkeit und Effizienz aufzeigen. Anleger beobachten genau, wie das Unternehmen Marktchancen und -risiken mit stetigem Gewinnwachstum in Einklang bringt.

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