Mainzer hundert11 wird lebendiges Kulturzentrum mit Geschichte und Zukunft
Meinolf BarkholzMainzer hundert11 wird lebendiges Kulturzentrum mit Geschichte und Zukunft
Ein historisches Gebäude in Mainz soll zu einem lebendigen kulturellen Zentrum werden. Das neue Haus mit dem Namen hundert11 eröffnet an der Rheinallee 111, nachdem die Wohnbau Mainz Mieter für die Räumlichkeiten gewinnen konnte. Das Projekt vereint Kunst, Musik, Gastronomie und Gemeinschaftsveranstaltungen unter einem Dach.
Der Standort an der Rheinallee 111 blickt auf eine tief verwurzelte Geschichte zurück. Ursprünglich als preußische Militärbäckerei, die Kommissbrotbäckerei, versorgte sie seit dem 19. Jahrhundert bis nach dem Zweiten Weltkrieg Truppen mit Brot. Vor Baubeginn stießen Archäologen auf Funde aus römischer, mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Epoche. Die industrielle Architektur des Gebäudes prägt seit Langem die städtebauliche Entwicklung Mainz'.
Das neue Kulturzentrum verwandelt den Ort in ein "offenes Wohnzimmer" für die Stadt. Der Verein Kulturbäckerei bezieht bis 2026 die oberen Stockwerke und schafft dort ein zweistöckiges soziokulturelles Zentrum. Geplant sind Veranstaltungen, Ausstellungen, Workshops und Büros mit Fokus auf Demokratie und Nachhaltigkeit. Gleichzeitig übernimmt Gastronom Norbert Schön die Leitung einer großen 600 Plätze umfassenden Halle, eines Clubs mit 400 Plätzen, eines zweistöckigen Restaurants sowie eines Innenhofs für Märkte und Feste.
Schön bringt Erfahrung aus früheren Projekten wie schon schön und café blumen mit. Roman Becker, Vorstandsvorsitzender der Wohnbau Mainz, betonte die Bedeutung des Vorhabens für die Lebensqualität und Vielfalt der Stadt. Finanziert wird das Projekt von der Stadt Mainz, dem Land Rheinland-Pfalz und der Bundesstiftung Kulturstiftung des Bundes.
Mit hundert11 entsteht aus einem historischen Wahrzeichen ein moderner kultureller Begegnungsort. Mit Räumen für Aufführungen, Gastronomie und Gemeinschaftsaktivitäten soll es ein breites Publikum ansprechen. Die Bau- und Planungsarbeiten laufen bereits, erste Teilbereiche sollen in den kommenden Jahren eröffnet werden.






