23 March 2026, 02:30

Markus Lanz über Karriereknicks, politischen Optimismus und seine Leidenschaft für den Talkshow-Job

Porträt von Abraham Lincoln in Anzug und Krawatte mit ernster Miene, begleitet von dem Zitat "Mein großer Kummer besteht nicht darin, ob Sie gescheitert sind, sondern ob Sie mit Ihrem Scheitern zufrieden sind" in fetter Schrift.

Markus Lanz über Karriereknicks, politischen Optimismus und seine Leidenschaft für den Talkshow-Job

Markus Lanz hat sich über seine Karriere, seine Kämpfe und seinen Optimismus für das politische Klima in Deutschland geäußert. Der Moderator, der 2014 die ZDF-Talkshow "Markus Lanz" übernahm, blickt auf die Herausforderungen und Belohnungen seiner Rolle zurück.

Lanz gab zu, dass das Ende von "Wetten, dass..?" ihn in eine schwierige Phase stürzte. Er erinnerte sich daran, damals gedacht zu haben: "Lass es einfach aufhören", bevor er schließlich die Kraft fand, sein Leben wieder in die Hand zu nehmen. Sein Wechsel zur ZDF-Talkshow markierte einen Neuanfang – auch wenn die Einschaltquoten nicht an die seines Vorgängers Thomas Gottschalk heranreichen. Während Gottschalk in den 1990er-Jahren und frühen 2000ern noch 3 bis 4 Millionen Zuschauer anzog, liegt Lanz heute meist zwischen 1,5 und 2,5 Millionen.

Trotz der Zahlen bleibt er leidenschaftlich bei der Sache. "Ich mache diesen Job wirklich unglaublich gern", sagte er und bezeichnete sich selbst als "völligen Optimisten", wenn es um die politische Landschaft Deutschlands geht. Er ist überzeugt, dass die meisten Menschen im Land vernünftig sind und Extremismus im Kern ablehnen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Seine Meinung über Politiker ist zwiespältig. Zwar schätzt er viele als Profis, doch viele von ihnen meiden seine Sendung. "Es ist ein freies Land", zuckte er mit den Schultern und fügte hinzu, dass sie selbst entscheiden könnten, wo sie auftreten. Gleichzeitig weist er die Vorstellung zurück, sein Publikum suche nur nach Bestätigung der eigenen Ansichten. Stattdessen sieht er es als diskussionsbereit.

Von Natur aus selbstkritisch, gibt Lanz zu, Woche für Woche zu scheitern. Dennoch nimmt er die Herausforderung weiterhin an und findet sowohl in Erfolgen als auch in Rückschlägen Wert für seine Karriere.

Lanz' Weg – vom Tiefpunkt nach "Wetten, dass..?" bis zu seiner heutigen Rolle – zeigt Widerstandskraft. Seine Sendung erreicht zwar nicht mehr die früheren Quoten, doch er bleibt engagiert, das Publikum mit politischen und gesellschaftlichen Debatten zu erreichen. Vorerst bleibt er optimistisch, was Deutschlands Zukunft angeht – und seinen eigenen Platz darin.

Quelle