18 March 2026, 16:31

Neue Welle im Cum-Ex-Skandal: 40 Millionen Euro von Ex-Bankchef Olearius auf dem Prüfstand

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der Insolvenzfälle in den Vereinigten Staaten von 1995 bis 2011 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Cum-Ex: Überprüfung beschlagnahmter mutmaßlicher Straftatbestände des Bankers Olearius - Neue Welle im Cum-Ex-Skandal: 40 Millionen Euro von Ex-Bankchef Olearius auf dem Prüfstand

Ein neuer Rechtsstreit um den Cum-Ex-Skandal, einen der größten Steuerbetrugsfälle Deutschlands, nimmt Fahrt auf. Das Landgericht Bonn muss nun die Einziehung von 40 Millionen Euro von Christian Olearius, dem ehemaligen Chef der Hamburger Privatbank M.M. Warburg, neu prüfen. Seine mutmaßliche Rolle in den Machenschaften bleibt ein zentraler Streitpunkt – trotz der früheren Einstellung des Strafverfahrens wegen seines Gesundheitszustands.

Beim Cum-Ex-Skandal handelte es sich um komplexe Aktiengeschäfte, durch die der deutsche Staat um Milliarden an Steuereinnahmen betrogen wurde. Zwischen 2001 und 2011 hatte Olearius als langjähriger Sprecher der Bankgeschäftsführung Geschäfte überwacht, die über 200 Millionen Euro an illegalen Steuererstattungen generierten. Ein Urteil des Hamburger Landgerichts aus dem Jahr 2024 erklärte ihn persönlich für 47,3 Millionen Euro haftbar – mit Verweis auf seinen direkten Einfluss auf die Steuerabteilung der Bank und die Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Hamburg Tax & Advisory.

Erst kürzlich hob der Bundesgerichtshof eine Entscheidung des Bonner Gerichts zur Einziehung der mutmaßlichen Gewinne Olearius' auf. Die Staatsanwaltschaft drängt nun auf die Beschlagnahmung von 40 Millionen Euro, doch der 80-Jährige muss nicht persönlich an der anstehenden Verhandlung teilnehmen. Die Strafverfolgung wegen schweren Steuerbetrugs war zuvor wegen seines Gesundheitszustands endgültig eingestellt worden.

Trotz des eingestellten Verfahrens bleibt die Frage seiner Verstrickung ungeklärt. Die neue Anhörung konzentriert sich ausschließlich darauf, ob die 40 Millionen Euro als unrechtmäßige Bereicherung aus dem Skandal eingezogen werden sollen.

Die Entscheidung des Bonner Gerichts wird zeigen, ob Olearius die 40 Millionen Euro, die mit den Cum-Ex-Geschäften in Verbindung stehen, abgeben muss. Der Fall unterstreicht die anhaltenden juristischen Folgen eines der kostspieligsten Finanzskandale Deutschlands. Weitere strafrechtliche Schritte gegen Olearius sind aufgrund seines Gesundheitszustands nicht zu erwarten.

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