Uni Duisburg-Essen verwandelt Campus in lebendigen Lern- und Begegnungsort bis 2034
Meinolf BarkholzUni Duisburg-Essen verwandelt Campus in lebendigen Lern- und Begegnungsort bis 2034
Großprojekt "Big Picture Essen": Der Campus der Uni Duisburg-Essen wird zum lebendigen Lern- und Begegnungsort
Der Essener Campus der Universität Duisburg-Essen steht vor einer grundlegenden Umgestaltung im Rahmen des Projekts Big Picture Essen. Die über ein Jahrzehnt angelegte Modernisierung soll die Flächen für Forschung und Lehre um 30 Prozent erweitern und das Gelände zu einem pulsierenden Zentrum für Wissenschaft und gesellschaftliches Leben umformen. Erste Baumaßnahmen laufen bereits – einige Modernisierungen wurden schon 2023 abgeschlossen.
Insgesamt umfasst das Vorhaben 28 Neubau- und Sanierungsprojekte, davon zwölf mit konkreten Zeitplänen zwischen 2026 und 2027. Zu den zentralen Vorhaben zählen ein spezialisiertes Forschungszentrum für Wassertechnologien sowie ein neues Gebäude für die chemische Ausbildung. Trotz beengter Platzverhältnisse konnte die Universität benachbarte Grundstücke für zusätzliche Forschungseinrichtungen sichern.
Die Modernisierung erstreckt sich auch auf Hörsäle, Seminarräume und Bürobereiche. Traditionelle Einzelbüros weichen offenen Arbeitslandschaften mit Lounge-Bereichen und sogar Büroschaukeln – ein Konzept, das Kollaboration und Flexibilität fördern soll.
Über den akademischen Bereich hinaus entsteht eine Übergangszone, die den Campus mit der Essener Innenstadt verbindet. Hier sind urbane Gärten, Kulturveranstaltungen und eine Freiluftbar geplant. Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem Studierende, Mitarbeiter:innen und Anwohner:innen zusammenkommen, entspannen und gemeinsam aktiv werden können.
Die gesamten Umbaumaßnahmen werden voraussichtlich rund zehn Jahre in Anspruch nehmen und kosten im mittleren dreistelligen Millionenbereich. Durch gestaffelte Finanzierung und Bauabschnitte sollen Beeinträchtigungen so gering wie möglich gehalten werden, während nachhaltige Verbesserungen umgesetzt werden.
Nach Abschluss der Arbeiten wird der neu gestaltete Campus mehr Raum für Forschung, Lehre und soziales Miteinander bieten. Die Kombination aus modernen Arbeitswelten, Grünflächen und kulturellen Angeboten spiegelt den Wandel hin zu einer offeneren und dynamischeren Universität wider. Die Bauarbeiten erfolgen in Etappen – die ersten fertiggestellten Bereiche sind bereits in Nutzung.






