04 April 2026, 12:32

Vom Mercedes-Manager zum Gründer: Wie ein 60-Jähriger mit Duschwasser Energie revolutioniert

Ein Badezimmer mit einer Walk-in-Dusche, einer Toilette und gefliesten Wänden, das eine Deckenbeleuchtung und eine Tür auf der rechten Seite aufweist.

Vom Mercedes-Manager zum Gründer: Wie ein 60-Jähriger mit Duschwasser Energie revolutioniert

Mit 60 verließ Steffen Nittbaur nach 25 Jahren bei Mercedes-Benz das Unternehmen, um Unocconi zu gründen – ein Start-up, das sich auf die Wärmeückgewinnung aus Abwasser von Duschen spezialisiert hat. Das in Filderstadt ansässige Unternehmen setzt auf eine Methode, die angesichts steigender Energiekosten zunehmend an Bedeutung gewinnt. Obwohl die Technologie in Deutschland noch wenig bekannt ist, wurde sie in Europa bereits über 120.000 Mal installiert.

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Nittbaurs Weg in die nachhaltige Energie begann mit einem Fernstudium. Während seiner Berufstätigkeit erwarb er einen Master in Umweltwissenschaften und widmete seine Abschlussarbeit der Rückgewinnung von Wärme aus Duschwasser. Diese Forschung bildete die Grundlage für Unocconi, das er 2021 gründete.

Die Technologie zählt zu den effizientesten Energiesparlösungen für Gebäude. Schweden ist Vorreiter bei der Einführung, dank strenger Effizienzvorschriften und staatlicher Förderung. Deutschland und die Niederlande folgen – angetrieben durch Nachhaltigkeitsbestrebungen und die häufige Nutzung von Duschen. Dennoch bremsen regulatorische Hürden die Verbreitung in Deutschland.

Heute führt Nittbaur das Unternehmen gemeinsam mit seinem 24-jährigen Sohn Valentin. Das Vater-Sohn-Duo arbeitet Vollzeit daran, das System zu etablieren, das ihrer Meinung nach in Neubauten und Sanierungen Standard sein sollte.

Unocconis Wärmeückgewinnungssystem ist bereits in Ländern wie der Schweiz, Belgien und Großbritannien weit verbreitet. Experten empfehlen es für alle Neubauten und Modernisierungen. Angesichts steigender Energiepreise wird die Technologie künftig eine noch größere Rolle spielen – sowohl bei der Kostensenkung als auch bei der Reduzierung von Emissionen.

Quelle