Willich streicht zwei Kitas – Eltern kämpfen um Betreuungsplätze und Transparenz
Joseph HölzenbecherWillich streicht zwei Kitas – Eltern kämpfen um Betreuungsplätze und Transparenz
Zwei geplante Kindertageseinrichtungen in Willich wurden aufgrund von Haushaltskürzungen und sinkenden Anmeldezahlen gestrichen. Die Entscheidung hat viele Familien verärgert – besonders, weil Versuche, mit dem Bürgermeisteramt in Dialog zu treten, bisher ohne Antwort blieben. Nun fordert eine neue Kampagne mehr lokale Betreuungsangebote, um die Belastung für Eltern und Kinder zu verringern.
Betroffen sind zwei Kita-Projekte, sodass das generationenübergreifende Zentrum Reinershof als einziger verbleibender kommunaler Neubau übrig bleibt. Diese Einrichtung soll die Kita Alperof integrieren, doch es gibt Bedenken hinsichtlich der Finanzierung. Da ein externer Investor beteiligt ist, stellen sich Fragen nach dem finanziellen Engagement der Stadt und ihrer langfristigen Rolle im Projekt.
Als Reaktion auf die Streichungen richteten Elternvertreter:innen und der Förderverein der Kita Alperof am 6. März einen offenen Brief an Bürgermeister Pakusch. Da keine Antwort erfolgte, luden sie ihn zu einem direkten Gespräch ein und forderten Transparenz und Zusammenarbeit. Viele Familien kritisieren die mangelnde Dialogbereitschaft und sehen darin eine vertane Chance, ihre Sorgen anzugehen.
Mittlerweile hat sich die Initiative "Kleine Füße, kurze Wege" gegründet, um die Vorteile von wohnortnaher Kinderbetreuung aufzuzeigen. Die Organisator:innen argumentieren, dass lokale Einrichtungen Stress durch lange Wege reduzieren, die Zuverlässigkeit erhöhen und Familien mehr gemeinsame Zeit ermöglichen. Die Kampagne spiegelt die wachsende Frustration über das begrenzte Angebot und die Belastung für Eltern wider, die nach praktischen und hochwertigen Betreuungslösungen suchen.
Das Reinershof-Zentrum bleibt das einzige aktive Projekt, doch die Finanzierungsstruktur ist weiterhin unklar. Da aus dem Bürgermeisteramt keine offizielle Stellungnahme vorliegt, drängen die betroffenen Familien weiter auf Antworten. Die Forderung nach wohnortnaher Betreuung könnte nun die künftige Diskussion prägen, wie Willich den Bedürfnissen seiner jüngsten Einwohner:innen gerecht wird.






