Zoff um Solingens Ohligs City Ring: Senioren gegen lokale Vereine im Verkehrsstreit
Meinolf BarkholzZoff um Solingens Ohligs City Ring: Senioren gegen lokale Vereine im Verkehrsstreit
Streit um den geplanten Ohligs City Ring in Solingen eskaliert
Die Kontroverse um den vorgeschlagenen Ohligs City Ring in Solingen hat sich verschärft, nachdem die Grünen Senioren Kritik von lokalen Vereinen zurückgewiesen haben. Im Mittelpunkt der Debatte stehen Pläne, den Busverkehr auf der Lennestraße zu reduzieren, während gleichzeitig wichtige Verkehrsanbindungen für ältere Bewohner erhalten bleiben sollen. Lokale Gruppen wie die Ohligser Jongens, die Interessengemeinschaft Solingen (ISG) und die Ohligser Werbegemeinschaft (OWG) fordern alternative Lösungen – was die Auseinandersetzung weiter anheizt.
Das Projekt Ohligs City Ring begann Anfang der 2020er-Jahre als Plan für eine neue Ringstraße. Mit der Zeit formierte sich jedoch Widerstand, vor allem wegen Bedenken hinsichtlich der Umweltbelastung und einer möglichen Zunahme des Verkehrsaufkommens. Lokale Initiativen schlagen stattdessen vor, Radwege auszubauen, den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern und bis 2025 verkehrsberuhigende Maßnahmen in Fußgängerzonen einzuführen.
Die Grünen Senioren lehnen diese Vorschläge jedoch entschieden ab. Sie argumentieren, dass eine vollständige Sperrung der Lennestraße für Busse den Halt Ohligs Markt wegfallen ließe – mit der Folge, dass ältere Bürgerinnen und Bürger schlechter ins Stadtzentrum gelangen könnten. Die Gruppe betont, wie wichtig der öffentliche Nahverkehr für die Mobilität vieler Menschen ist, insbesondere für diejenigen mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit oder nach Einkäufen.
Laut den Grünen Senioren bietet der aktuelle Verkehrsplan einen fairen Kompromiss: Er verringert den Busverkehr auf der Lennestraße, ohne dabei essenzielle Verbindungen zu kappen. Sie stellen die Debatte als eine soziale Frage dar und fordern, dass Verkehrsänderungen alle Altersgruppen berücksichtigen müssen – und nicht nur ökologische oder verkehrstechnische Aspekte.
Die Haltung der Grünen Senioren unterstreicht die Schwierigkeit, Verkehrsbedürfnisse mit Umweltzielen in Einklang zu bringen. Da sie die Alternativvorschläge der Vereine ablehnen, dürfte die Diskussion um den City Ring weitergehen. Vorerst bleibt der bestehende Plan in Kraft: Er sichert älteren Einwohnern die Busanbindung, während gleichzeitig Verkehrsprobleme angegangen werden.






