Zufällige ICE-Kontrolle führt zur Festnahme eines mutmaßlichen Mörders
Serpil MendeZufällige ICE-Kontrolle führt zur Festnahme eines mutmaßlichen Mörders
Eine routinemäßige Ticketkontrolle in einem ICE führte im März 2024 zur Ergreifung eines Mordverdächtigen. Bundespolizisten am Bonner Hauptbahnhof nahmen einen 20-jährigen Mann fest, der in Koblenz ohne gültigen Fahrausweis in den Zug gestiegen war. Die Festnahme brachte später seine Verbindung zu einem weitaus schwerwiegenderen Verbrechen ans Licht.
Am 18. März 2024 hielten Beamte den Mann während einer standardmäßigen Kontrolle am Bonner Hauptbahnhof an. Auf die Bitte um Ausweispapiere behauptete er zunächst, keine bei sich zu tragen. Eine Überprüfung seiner Personalien ergab jedoch, dass er vom Koblenzer Landeskriminalamt wegen schweren Raubes gesucht wurde.
Weitergehende Ermittlungen brachten zudem einen Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Mord an einer 79-jährigen Frau in Koblenz zutage. Die Behörden nahmen ihn vorläufig wegen Schwarzfahrens und des Raubvorwurfs fest, bevor er wegen des Mordverdachts an die zuständige Staatsanwaltschaft überstellt wurde.
Anfang 2026 begann vor dem Landgericht Koblenz der Prozess. Zeugenaussagen und forensische Beweise wurden noch ausgewertet, ein endgültiges Urteil stand jedoch noch aus.
Was als einfache Fahrkartenkontrolle begann, entwickelte sich zu einem Fall von schwerer Gewaltkriminalität. Der Beschuldigte bleibt bis zur abschließenden Beweiswürdigung durch das Gericht in Untersuchungshaft. Eine Entscheidung im Mordverfahren steht weiterhin aus.






