Güterslohs "Urban Stack" revolutioniert digitale Datenkooperation zwischen Kommunen

Joseph Hölzenbecher
Joseph Hölzenbecher
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Eine Stadtstraßenszene mit Autos, Fußgängern, Strommasten, Laternen, Ampeln, Gebäuden mit Namensschildern, Blumentöpfen und einem bewölkten Himmel.Joseph Hölzenbecher

Güterslohs "Urban Stack" revolutioniert digitale Datenkooperation zwischen Kommunen

Gütersloh startet "Urban Stack" – digitale Plattform für kommunale Datenkooperation

Gütersloh hat den Urban Stack eingeführt, eine neue digitale Plattform, die Städten und Gemeinden helfen soll, Daten auszutauschen und gemeinsam Anwendungen zu entwickeln. Das System zielt darauf ab, eine kostengünstige Lösung für die Zusammenarbeit bei Digitalprojekten zu schaffen – bei voller Kontrolle jeder Kommune über ihre eigenen Daten.

In der Pilotphase liegt der Fokus zunächst auf sensorbasierten Daten, insbesondere Wettermessungen. Die Plattform verfügt über ein Open-Data-Portal, das es der Öffentlichkeit ermöglicht, auf ausgewählte Informationen zuzugreifen. Jede teilnehmende Kommune entscheidet selbstständig, ob und mit wem sie ihre Daten teilt.

Fünf Kommunen – Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Verl, Detmold und der Kreis Gütersloh – haben bereits eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Jede zahlt eine einmalige Gebühr von 5.000 Euro (netto) für die technische Einrichtung und die Sensorintegration. Carsten Schlepphorst, Beigeordneter des Kreises Gütersloh, betonte das Potenzial des Systems, Ressourcen zu sparen und Kosten durch die gemeinsame Nutzung digitaler Infrastruktur zu senken.

Die Pilotphase läuft bis Ende 2026, danach soll der Urban Stack in eine feste rechtliche Struktur überführt werden. Zwar bietet Gütersloh die Plattform auch anderen Kommunen zur Mitnutzung an, doch bis Ende 2024 haben sich noch keine weiteren Städte oder Kreise offiziell angeschlossen.

Der Urban Stack bietet einen Rahmen für digitale Zusammenarbeit, ohne die Datensouveränität der Beteiligten einzuschränken. Kommunen können Informationen austauschen, gemeinsame Anwendungen entwickeln und durch geteilte Infrastruktur Ausgaben reduzieren. Die Zukunft der Plattform hängt davon ab, ob sie über die initiale Pilotgruppe hinaus angenommen wird.

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