STAWAG sucht mit Vibrationsfahrzeugen nach geothermischem Potenzial in der Region Aachen

Meinolf Barkholz
Meinolf Barkholz
2 Min.
Eine Liniengrafik, die die geothermisch erzeugte Elektroenergie von 2021 bis 2022 zeigt, mit begleitendem Text.Meinolf Barkholz

STAWAG sucht mit Vibrationsfahrzeugen nach geothermischem Potenzial in der Region Aachen

STAWAG startet im Dezember 2025 mit seismischen Untersuchungen in der Region Aachen

Ab Anfang Dezember 2025 führt der Energieversorger STAWAG in der Aachener Region seismische Messungen durch, um das geothermische Potenzial der Untergrundgesteinsschichten zu erkunden. Vor Beginn der Arbeiten haben Anwohnerinnen und Anwohner die Möglichkeit, sich in öffentlichen Informationsveranstaltungen über das Vorhaben zu informieren.

Für die Untersuchungen kommen sogenannte Vibrationsfahrzeuge (Vibroseis-Trucks) zum Einsatz, die Schallwellen tief in den Untergrund senden. Diese Wellen werden von den verschiedenen Gesteinsschichten reflektiert und erzeugen so ein detailliertes Bild des Untergrunds. Auf diese Weise lassen sich geologische Formationen identifizieren, die heißes Thermalwasser für die geothermische Energienutzung speichern könnten.

Die Feldarbeiten werden voraussichtlich zwei bis drei Wochen dauern und sich über eine 39 Kilometer lange Route erstrecken. Betroffen sind die Gebiete Würselen, Stolberg, Kornelimünster, Haaren, Aachen und Eschweiler. Frühere Studien wie das GeRAM-Projekt hatten bereits auf das Potenzial der Region hingewiesen – insbesondere auf poröse Karbonatgesteine und Sandsteine in 3.000 bis 5.000 Metern Tiefe, wo Temperaturen von über 100 Grad Celsius herrschen.

Bevor die Messungen beginnen, veranstaltet STAWAG zwei Informationstermine für die Bevölkerung. Am 22. November treffen Fachleute in Stolberg auf Interessierte, gefolgt von einer weiteren Veranstaltung am 25. November in Aachen-Brand. Dort wird auch ein Vibroseis-Fahrzeug ausgestellt, und Expertinnen und Experten erklären die Technik sowie die Abläufe der Untersuchungen und stehen für Fragen zur Verfügung.

Die gesammelten Daten sollen klären, ob Tiefe Geothermie langfristig Haushalte in der Region mit Wärme versorgen könnte. STAWAG verfolgt damit das Ziel, die Wärmeversorgung nachhaltiger, unabhängiger und klimafreundlicher zu gestalten.

Die Dezember-Messungen sind der erste Schritt, um zu prüfen, ob Geothermie eine tragfähige Wärmequelle für den Aachener Raum werden könnte. Bei positiven Ergebnissen könnten die Erkenntnisse den Weg zu einer nachhaltigeren und regional erzeugten Energieversorgung ebnen. Anwohnerinnen und Anwohner sind eingeladen, die anstehenden Termine zu nutzen, um sich die Technik vor Ort anzuschauen und Fragen zum Verfahren zu stellen.

Neueste Nachrichten
Das Essenerhof Hotel in Berlin, Deutschland, ein mehrstöckiges Gebäude mit Fenstern, Türen, Säulen, Lampen und einem Namensschild, sowie einer Straße mit Fahrzeugen auf der rechten Seite, unter einem klaren Himmel.
Promis 1 Min.

Hanka Rackwitz eröffnet ihren Traum: Vom Wasserschloss in den Dorfkrug nach Freist

Ein altes Gasthaus wird zum Lebensmittelpunkt. Mit Kegelbahn, Bücherecke und regionalen Speisen setzt Hanka Rackwitz auf Gemütlichkeit – und auf einen ganz eigenen Akzent für ihr Dorfprojekt.

Eine Gruppe von Frauen in traditioneller bayrischer Tracht, die auf einem hölzernen Tanzboden tanzen, umgeben von Bäumen und Fahnen, dargestellt in Schwarz-Weiß.
Autos 2 Min.

Fürther Kleeblatt sucht Prinzenpaar für die Faschingssaison 2025/26

Ein Jahr voller Glanz, Tradition und fränkischer Lebensfreude wartet. Wer wird das neue Gesicht des Fürther Faschings 2026 – und die Krone tragen?

Eine Reihe von E-Scootern, die auf der Straße geparkt sind, mit einer Person in einer Mütze davor, Gebäuden mit Fenstern, Schildern mit Text, Verkehrszeichen mit Pfählen, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.
Unfälle 1 Min.

E-Scooter-Fahrer fährt 62-Jährige in Duisburg an und flüchtet

Ein kurzes Entschuldigen – dann verschwand der Fahrer. Nun sucht die Polizei in Duisburg dringend Zeugen des rätselhaften Unfalls. Wer hat den Mann mit dem mintgrünen E-Scooter gesehen?

Zwei Fahrräder nebeneinander auf einem Gehweg vor einem Laden mit einer Glaswand mit Text und einem Objekt links von den Fahrrädern.
Kriminalität und Justiz 2 Min.

Fünfjährige entkommt nur knapp Flaschenwurf in Bielefeld – Polizei fahndet nach Täter

Ein schockierender Vorfall erschüttert Bielefeld: Ein Mann wirft einer Rad fahrenden Fünfjährigen eine Glasflasche an den Kopf. Wer ist der Täter? Die Polizei bittet um Mithilfe.

Ein Springfrosch sitzt auf Erde neben Pflanzen, mit einem Wasserzeichen oben links.
Industrie 2 Min.

Artenschutz-Skandal: Amprion ignoriert Schutz der bedrohten Kreuzkröte in Osterath

Lückenhafte Zäune, offene Tore, fehlende Laichgewässer – wie ein Energiekonzern den Lebensraum einer streng geschützten Art zerstört. Wer zieht endlich die Notbremse?

Ein Einkaufszentrum im Weihnachtslook mit Menschen, die umherlaufen, Schaufensterpuppen in festlicher Kleidung, Geschäften, Geländern und Lichtern, die eine gemütliche Atmosphäre schaffen.
Lifestyle 2 Min.

Mönchengladbach glänzt mit Weihnachtsmärkten und cleveren Geschenkideen für die Festtage

Von mittelalterlichem Flair bis zu regionalen Schätzen: Die Stadt setzt auf Sicherheit, mehr Platz und lokale Highlights. Wer hier noch nicht fündig wird, dem ist nicht zu helfen.

Ein hellblaues Plakat mit einem bunten Strauß von lachenden Menschen und fetter, schwarzer Schrift, die "Dreifache Anzahl von Gemeindegesundheitsjobs" lautet.
Klimawandel 2 Min.

Münster und TK verdoppeln Gesundheitsförderung mit 100.000 Euro für lokale Projekte

Mehr Geld, mehr Chancen: Ab November können Initiativen in Münster Fördergelder für Gesundheitsprojekte beantragen. Ältere profitierten 2025 besonders – jetzt geht's weiter.

Eine belebte Stadtstraße mit Fahrzeugen wie einem Bus und Motorrädern, Fußgänger auf Gehwegen, Verkehrsampeln, Strommasten, Gebäude mit Namensschildern, Bäume und ein bewölkter Himmel.
Wirtschaft 2 Min.

Uber-Fahrer protestieren in Köln gegen geplante Preiserhöhungen für Ride-Hailing-Dienste

Ein Konvoi aus 100 Fahrzeugen rollt durch die Kölner Innenstadt – gegen eine Politik, die Taxi und Uber gleichstellen will. Doch wer zahlt am Ende die Zeche?

Neueste Nachrichten